Derrida ist utopielos
Hendrik, wenn man Derrida und seine poststrukturalistischen Anti-Konstrukteure nicht zu greifen bekommt, hilft einem dies auch weiter. Die Zeit zitiert auch nur, ohne wirklich erklären zu können. Über den verlorenen Mut zur politischen Fantasie: "[...] Während Derrida selbst inständig an der "unmöglichen" Gerechtigkeit festhält, haben viele seiner postmodernen Gefolgsleute sich der normativen Forderung nach Gerechtigkeit gleich ganz erledigt." Weiter hier.
Vergangene Woche schrieb die Zeit über die Dekonstruktion der Architektur. Wer soll solche Paradoxien verstehen?
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Kommentare:
Wer Koch werden wüll,wa , dem daaf Hitze nüschts ausmachn!
/Oma, 6.12.02 14:30
Mensch Oma!Das war jetzt aber nicht sehr nett!
Ich persönlich habe ja manchmal den Verdacht, dass es gewisse Literatur nur aus einem einzigen Grund gibt:
Die Leute zu veräppeln!
Wäre es nicht möglich, dass manche Autoren jedesmal, wenn sie an die Verzweiflung ihrer Leserschaft denken,sich den Bauch halten vor Lachen?
"Ätsch, ätsch, ich bin viel klüger als ihr alle zusammen!Mich versteht keiner, nicht mal einer!"
Könnte das vielleicht der Sinn der Übung sein?
/Krokodil, 6.12.02 14:50
Die ganze zeit über frage ich mich, wie ein kommentar beschaffen sein muss, damit er von ihnen wahrgenommen wird.
/uwe, 6.12.02 19:11
Ich nehme bestimmt jeden Kommentar wahr. Mich interessiert prinzipiell auch jeder Kommentar. Ich häng allerdings nicht so oft im Netz, als dass ich jeden Kommentar beantworten könnte.
Ich wundere mich eh in letzter Zeit. "Uwe" und die entsprechende EMail ist mir nicht bekannt. Was eigentlich kein Problem ist; hinter der Idee, hier mit ner ganzen Familie an Namen aufzukrezen mag irgendwas stecken, das ich vielleicht nicht begreife. Die Masse an Einträgen der letzten Wochen ist aber so schon schwer zu blicken. Oftmals sehe ich nicht den Sinn und ich hab das Gefühl andere Besucher fühlen sich "abgeschreckt" und untergehend.
Wie dem auch sei, Austausch ist der Sinn und Zweck hier. Jeder ist willkommen.
Gruß Henning
/Henning, 8.12.02 17:36
Na da hast du ja einen schönen Rundumschlag gelandet.
Einen Teil deiner Leserschaft siehst du angstschlotternd und mit schreckgeweiteten Augen vorm Bildschirm hocken, sich nicht trauend zu kommentieren, weil ein Krokodil umgeht
(aus dem Alter sind wir wohl alle raus und etwas mehr Selbstbewußtsein darfst du uns schon zutrauen!),
den Rest unterteilst du in undurchschaubar und aufdringlich
und
langweilig (?) und des Kommentars nicht wert.
Ich glaube, ich muss mein Urteil von neulich revidieren:
"Ignorieren ist noch keine Toleranz"
(das stammt nicht von mir, das stammt von
Theodor Fontane)
/Hennrieke, 9.12.02 20:23
Ähm,um hier wieder dem Thema ein wenig näher zu kommen:
gestern war im Tagesspiegel ein Artikel zum 100.Geburtstag von Günter Anders zu lesen.
Anders lag ja wohl mit Adorno heftig im Clinch und bezichtigte ihn des "literarischen Sadismus".
(ganzdollebeifallklatsch!!!!)
Nun kenne ich von Herrn Derrida nur seine Aufsätze
"Vergessen wir nicht die Psychoanalyse" und die auch nur vom Anlesen und Weglegen (dafür bin ich zu doof!).
Könnte es vielleicht sein, dass auch für ihn der o.g. Anders´sche Begriff zutrifft?
/Pepe, 18.12.02 13:28
Na das sag´ich doch die ganze Zeit schon!
Aber aus der Feder eines staatlich geprüften und noch dazu bereits verstorbenen Philosophen ist es natürlich glaubwürdiger.
Und "Literatur-Sadismus" ist wirklich ein großartiger Begriff, das muss ich neiderblassend zugeben!
/Krokodil, 18.12.02 14:09
Apropos Philosophen:
unter www.phillex.de kann man welche einkaufen!
/Pepe, 18.12.02 21:27