Kant und Fernsehen
Liebe Gemeinde. Wer nicht den Nachmittag vor dem Fernsehen sitzt wie ich, der mag sich dessen hier auch noch beherzigen. Steffens Text fürs morgendliche Kolloq. Lässt sich recht fluffig lesen, wie ich finde. Ach so. Es geht um eine „Theorie des Gefallens am Fernsehen in Anlehnung an Immanuel Kant“.
Ab morgen dann eine Woche voller Nonsens, Hallervorden Features und Bohlen Belletristik.
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Kommentare:
"liebe Gemeinde"....
Schön! Also bist Du wieder auferstanden!
Die "evolutionspsychologischen Aspekte" werden von Frau Prof. doch sicher nicht nur mittels Kant erklärt.
Wer von den großen Psychologen/Philosophen wird denn noch so zu Rate gezogen?
/Pepe, 12.01.03 16:41
Na, also mir reicht schon das Käntchen.
/Henning, 12.01.03 18:54
Kant mit seiner Philosophie des deutschen Idealismus einer nachher durch und durch psychologischen Betrachtung zugrundezulegen, finde ich, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken, nicht ganz unproblematisch.
Außerdem gebe ich zu bedenken,
dass, wenn der Autor seinem anthropozentrischen Denken das Bild eines Tieres zugrunde legt, hier wohl, denkt man den Gedanken konsequent weiter, ein Tier über Tiere schreibt.
Oder wohnt dem Studium der Medienwissenschaften ein evolutionärer Quantensprung des studierenden Individuums inne?
/Pepe, 12.01.03 19:30
Quantensprung ist gar kein Ausdruck :-). Nee, im Ernst. Wie sich herausstellte ist der Ansatz echt problematisch. Zunächst gibt es keine einheitliche Vorstellung von "dem" Fernsehen. Ein andere Aspekt: Universalistische Ansätze (ich kenn mich allerdings nicht wirklich aus) klingen wohl vorderhand plausibel. So wie ich das verstanden habe, kann man resp. konnten wir heute nicht wirklich viel mit damit bewegen.
Man stelle sich vor, Filmwissenschaften kämen daher und würden als filmische Triebkräfte lediglich archetypische Polaritäten wie Frau udn Kind, Krieg und Frieden jagen und schützen etc als forschungsmäßigen Output hervorbringen.
/Henning, 13.01.03 18:40
Ja, genau!
Ich hatte gestern beim ersten Lesen irgendwie den Eindruck, dass hier sozusagen im Rückwärtsschluß gedacht worden ist.
So nach dem Motto:ich bastel mir eine Theorie und schaue dann, in welchen philosophischen Schuhkarton sie passt.(Passte ja nicht mal, mußte ja noch angebaut werden, Stichwort:transkulturelle Schemata.)
Aber davon ausgehend dann auch noch psychologisch in die Vollen zu springen!
Mein lieber Schieber!
Frau Berghaus wußte vermutlich schon ganz genau, warum sie lieber auf der
"theoretisch, abstrakten Ebende" bleiben wollte!
Aber erzähl´mal bitte mehr , was Euch noch dazu eingefallen ist!!!
Ich finde das Thema nicht nur spannend, sondern auch ausgesprochen wichtig!
Gestern ist mir auch irgendwie noch mehr dazu eingefallen, aber ich habe einen derartigen Scheißtag hinter mir, dass ich nicht klar denken kann:
Meine Einnahmen sind in der letzten Zeit unglaublich drastisch gesunken und heute habe ich erfahren, dass sie noch weiter in den Keller gehen.Außerdem hatte ich ´ne knackige Mieterhöhung im Briefkasten und der Große hat vorhin (so als Vorschau auf die kommende Pubertät?) drei Stunden lang rumgejähzornt, dass die Wände wackelten.(Dass eine der Katzen in eine Ecke gepinkelt hat und dass hier noch 2 nervige Heizungsableser rumgesprungen sind und dass ich kurz vor Ladenschluß keine Milch mehr bekommen habe, sind nur Marginalien!)
Aber die Krönung war, dass ich heute, im wahrsten Sinne des Wortes "angeschissen" worden bin.
Also damit, dass man in meinem Job jederzeit damit rechnen muß, plötzlich Rotz, Blut oder Erbrochenes im Gesicht zu haben, habe ich mich ja schon abgefunden,
aber DAS!!!
Das war echt ´ne Premiere!!!
Sorry, mußte jetzt einfach mal ´ne Runde jammern!
/Pepe, 13.01.03 20:53
Also der eine saacht, der erste Teil is für die Tonne und der andere spricht von "interessanten Ansätzen" - in dem fernsehratgeber meinick.
Ich hatte da gestern noch ganz andere Gedanken und das kam so:
Mein o.g. Krönungserlebnis blieb leider nicht ohne Folgen und als ich so zum wiederholten Male die Kloschüssel umarmte, spie mein Hirn parallel dazu folgende Frage aus:
Kann man sich an subjektiv unverdaulichen Fachbegriffen derart überfressen, dass man sie hinterher im Schwall wieder erbricht?
Na egal, das o.g. Thema ist bei Euch vermutlich ohnehin Schnee von gestern und der Aufsatz hat ja auch einen eingebauten Selbstzerstörungsmechanismus:
"das menschliche Gehirn ist keine Allzweckmaschine...."
...Vielleicht sollte man vor der Abkehr vom anthropozentrischen Denken eine Abkehr vom egozentrischen Denken in Betracht ziehen????
/Pepe, 15.01.03 11:33