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Matrix revisitedLange genug herumgedruckst. Nun mal heraus damit und fix den Serner angepingt; um der guten - aber nicht akzeptierten - Trackbacktechnik die Ehre zu erweisen. TB-Url: [URL:http://www.groscurth.com/cgi-bin/mt/mt-tb.cgi/182]
Hey Henning, falls du meinen blog-eintrag nicht mehr finden kannst, der versteckt sich hier: http://ausfluss.antville.org/stories/25122/ interessant ist übrigens, dass ein paar wochen nach "matrix" im sommer 1999 mit "the thirteenth floor" ein remake von "welt am draht" in die amerikanischen kinos kam. der übergang zwischen den realitätsebenen vollzieht sich hier aber nicht per telekommunikation, sondern durch licht. leider habe ich "welt am draht" noch nie gesehen. da es sich um einen tv-film handelt kann man ihn auch nicht bei amazon kaufen. falls jemand irgendwann mal wieder von einer ausstrahlung hört: bitte mich zu benachrichtigen! kurz zur logik des dritten simulakrums: so wie ich das verstanden habe handelt es sich nicht um eine technisch produzierte wirklichkeit a la cyberspace, in die wir uns hinein loggen; vielmehr ist unsere wirklichkeit im laufe der zeit durch diverse mechanismen - auch technische - referentiell ausgehöhlt worden. dieser zustand bedeutet eine paradoxe, unaufhebbare gleichzeitigkeit von widerstreitenden werten und ideologien. durch dieses konzept ist baudrillard mehr oder weniger unfreiwillig zu einer ikone der postmoderne geworden - einer periode, in der die ideen der moderne pervertiert sind, sie aber aus pragmatischen gründen dennoch weiterhin aufrecht erhalten werden (müssen?). in dieser hinsicht verstehe ich das schon als virtualisierung, diese findet aber nicht in einem anderen, neuen raum statt. die wirklichkeit virtualisiert sich vielmehr selbst, denkt man. /del, 14.02.03 12:00Ja, ähm, so in der Art hab ichs eigentlich auch verstanden. Hast du den Symb Tausch gelesen? Ich denke, in den ersten Kapiteln legt er diese referentiellen Fährten aus, von denen Du grad gesprochen hast. /Henning, 14.02.03 12:16Ich habs versucht zu lesen: auf englisch. :) Hallo, guten Morgen Ihr Beiden, 1.Virtualisiert sich die Wirklichkeit tatsächlich selbst, oder wird sie, um diesen Zustand erträglicher zu machen, im Sinne eines kollektiv-psychischen Abwehrmechanismus als sich virtualisierend empfunden? 2.Warum meidet Baudrillard die Analyse des Einzelnen und geht so das Risiko ein, sich angreifbar zu machen? Und zum Simulakrum (habe ich vielleicht auch nicht so richtig kapiert?):
Hallo, also, wenn Du auf der Suche nach Matrix-Vorläufern bist, dann wäre da zuerst und zuletzt immer Philip K. Dick, vor allem, aber nicht nur: "Ubik" (1969)als perfekter Einstieg. Zu "Welt am Draht" - habe ich vor Jahren mal gesehen, ganz merkwürdig, weil Neuer Deutscher Film und SciFi so gar nicht zusammen passen wollen - gibt es im übrigen auch einen klasse Roman als Vorlage, "Simulacron 3" (ja, da staunt der Baudrillard-Fan) von Daniel F. Galouye. 1964 erstveröffentlicht. Hoffe, das hilft weiter, Ekkehard /Ekkehard Knörer, 16.02.03 9:26wobei das buch ja vor allem eine witzige breitseite gegen die markt- und meinungsforschung ist: die virtual reality als perfekte simulation zum testen der wirkung von bedürfnissstimulationen. ich wieß nicht, inwieweit diese thematik bei fassbinder aufrecht erhalten wurde. bei "thirteenth floor" fehlt sie komplett, hier dient die entwicklung der vr einem alten mann vor allem dazu, junge frauen in dem l.a. seiner jugend kennen zu lernen. übrigens ist "simulacron 3" nirgends mehr käuflich zu erwerben - aber im ausfluss stehts als pdf-file für bedürftige bereit. just search for "gal/ouye". /del, 16.02.03 14:03Hey Ihr: Eure Kommentare machen Spaß. Danke für die Tips! /Henning, 16.02.03 21:25
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