mittleres Niveau seit 2001
26.10.01 12:03 memo (0)

Viel wichtiger als Kunst. Besuche meine Liebe in Sevilla ! Que bonito !

26.10.01 11:59 memo (0)

Longing for Wilmington ist eine Installation der Kalifornierin Won Ju Lim, die seit gestern im Kunstmuseum Siegen zu sehen ist.
Wir liessen uns durch das Eröffnungszeremonial nicht entmutigen, schlürften derweil billigen Wein und spazierten um die Installation herum, als nicht mehr die Schatten der übrigen Besucher die Wirkung der Projektionen verhinderten. Ob das nun große Kunst ist kann ich nicht sagen. Entweder mir gefällt z.B. eine Installation oder eben nicht. Warum mir diese gefällt und jenes nicht kann ich schwer ausdrücken. Belassen wir es also dabei und verbreiten Wissen per cut&paste direkt aus dem Museum:
Architekturmodelle aus farbigem Plexiglas sowie weiße Hartschaumplatten sind im Ausstellungsraum zu komplexen Form- und Raumstrukturen geschichtet. An den Wänden leuchten Diaprojektionen einer Industrielandschaft: „Longing for Wilmington“ von 2000 bezieht sich auf einen realen Ort in den USA, einen Vorort von Los Angeles, der durch seine ausgedehnten Ölraffinerie-Anlagen geprägt ist. Die kalifornische Künstlerin WonJu Lim (Jg. 1968) nimmt ihn als räumlichen Bezugsrahmen, um mit ihrer suggestiven Installation einen imaginären Raum für Sehnsucht und Erinnerung zu eröffnen.
Danke für die Erläuterung.

25.10.01 18:26 memo (1)

Da freut es mich schon mehr, daß die Vorstandsvorsitzende des A*Logs dann und wann hier vorbeischaut. A heartly welcome.

25.10.01 18:24 memo (5)

Aus dem ehemals sinnvollen E-Mail Verteiler eines Studienganges:

Ich habe aus den Niederlanden dummerweise Münzen im Wert von 19, 75 Gulden ( = 17, 80 DM) mitgebracht. Die deutschen Banken tauschen das Geld leider trotz Euroumstellung nicht. Fährt von euch jemand in den nächsten Monaten in die NL und würde mir die Gulden in DM tauschen?

Bei mir gibt es natürlich auch das Buch + Lösungsbuch (beides als Kopien) + Klausuren + Unterrichtsunterlagen + Übungsheft. Verhandlungsbasis: 15 Mark

Fahre nächste Woche Mittwoch in Richtung Marburg/Frankenberg/Bad Wildungen. Wer also mal wieder die Heimat sehen will, weil er hofft, dass es dort nicht regnet.

Ich habe einen tollen Sessel zu viel und wuerde diesen gerne verkaufen. (Preis: 30,-)Dazu stehen bei mir zu Hause 2 Lattenroste a 90cm fuer ein Doppelbett samt der dazu passenden Latexmatratzen !Alles super in Form (NEUWERTIG!) und trotzdem BILLIG !!! (Preis: 280,-DM ......nebenbei gesagt, NEU wuerde das ein Vermoegen von ungefähr 1000,-DM kosten). Also, wer zuerst kommt.....lalala. Bitte Selbstabholung organisieren, alles kann bei mir vorher begutachtet werden, ich wohne direkt an der Uni!

Habe Winterreifen für DM 280,- zu verkaufen - hier die Angaben: 4 Winterreifen auf Stahlfelgen, 155/70 R 13 Q (z.B. Ford Fiesta), Firestone FW 930, 1 Winter gef..

Folgendes Angebot an Euch : 1) Schmolke&Deitermann-Rewe-Buchi, 2) Lösungsbuch (Kopie), 3)Vorlesungszusammenfassungen, 4)Lösungsklausuren.

Auch ich möchte meine Unterlagen loswerden. Schmolke/Deitermann "Industrielles Rechnungswesen, GKR" + Übungsbuch und Lösungsheft + Aufgabenheft 20 DM

Ich fahre am Mittwoch abend oder Donnerstag vormittag ( 31.10 / 1.11)nach Bremen und suche Mitfahrer, die um diese Zeit ebenfalls in den Norden wollen. Sonntag gehts wieder zurück.

Ich verkaufe ebenfalls das offizielle ReWe-Material für alle die bei Kunert sind: Schmolke/Deitermann "Industrielles Rechnungswesen, GKR"+ Übungsbuch und Lösungsheft (unbenutzt)zusammen mit einigen Übungsklausur und Zusammenfassungen zur Kunert-Veranstaltung für 25 DM bei...

Auch ich möchte mein Rewe-Buch (21. Auflage) von Schmolke/Deitermann verkaufen. Bei Interesse bitte melden.

Ich verkaufe (die Sachen kann man für die Vorlesung "Buchführung und Abschluss" bei Herrn Kunert gebrauchen)Schmolke/Deitermann "Industrielles Rechnungswesen, GKR"+ Übungsbuch und Lösungsheft. Gibts für 20 DM bei...

24.10.01 16:52 memo (0)

Eine kleine Rezension dessen, was im deutschen Fernsehen in Zeiten des Krieges vor sich geht. Thomas Tuma über Willemsen, Virilio & und Co und Verona.

23.10.01 15:42 memo (0)

Die Magische Kanäle. Neu.

22.10.01 15:52 memo (1)

Hallo Gnurps. Hallo MacUser. Jetzt besser mit dem Buchstabenabstand?
Dank an Jörg, der mich mit der Aufnahme in seine Webfavs erfreut hat.

21.10.01 14:42 memo (0)

Habe vor kurzem einen Tracker auf meine Seiten angesetzt und jetzt geht das wohl los mit den zweifelhaften Suchanfragen. Das liegt wohl an der Natur eines Weblogs, denn die Begriffe "Matura"+"Sex" tauchen natürlich in zwei verschiedenen Einträgen auf und bedeuten nicht, dass ich meine Reifeprüfung in der Disziplin Sex absolviert habe.
Sinnvoller dann eher dieses hier: John+MacArthur+Schlacht. Was der Suchende nicht wissen kann ist, daß jenes Buch Grundlage meiner mündlichen Vordiploms Prüfung war und hier auf diesen Seiten nicht im ursprünglichen Kontext des Golfkrieges gebraucht wurde, sondern im Hinblick auf den aktuellen Krieg in Afghanistan.
Jedoch sind Name und Ort des Krieges in diesem Zusammenhang absolut austauschbar.

20.10.01 18:51 memo (0)

Seit ziemlich genau zwei Jahren lebe ich ja nun in Siegen, dem Niemandsland zwischen Ruhrgebiet, Rheinland und Frankfurt. Kein Grund dort zu leben, es sei denn es gibt an einer kleinen Uni den außerordentlichen Studiengang der Medien-Planung, -Entwicklung und -Beratung; so hieß es zumindest; ziemlich genau vor zwei Jahren. Soweit so gut. Jetzt habe ich also schnell begründet warum ich den Leser mit den vorherigen Zeilen genötigt habe und kann endlich zum Punkt kommen. Denn Siegen ist die Stadt Brücken. Gut, Venedig ist wiederum was ganz anderes. Den Vergleich kann und will natürlich niemand führen, denn hier geht es vielmehr um das unstillbare Verlangen, über alles eine Brücke bauen zu müssen. Und diese Brücken queren nicht nur das Siegtal, wie die wirklich riesige Siegtal-Brücke, nein, sie werden auch längs des Siegtals geführt. Und das verwundert schon, denn eigentlich gibt es ja längs eines Tales nicht sonderlich viel zu überbrücken. Nun ja. Für mich ist diese Manie und dieses Kuriosum Grund genug, ein fotografisches Brücken-Projekt zu planen. Sicherlich gibt es Leute, die Brücken eine gewisse Ästhetik zu sprechen. Ich sehen das eher zwiespältig und sehe auch unvorstellbare Mengen von Beton und Eisen inmitten einer Landschaft.
Zwei dieser Brücken habe ich heute fotografiert. Sie sollen der Beginn einer Fotoserie sein, die den Arbeitstitel "Überbrückung" trägt und später auch im Fotolog zu sehen sein wird. Vielleicht gelingt es mir die Ästhetik der Landschaft und die Ästhetik des Betons zu zeigen. Dann hätte dieses kleine Projekt einen Sinn und diese Zeilen sind nicht sinnlos...

19.10.01 20:43 memo (0)

Ahhhh, kann jemand diesen unausstehlichen "Jetzt-sag-ich-wie-es-wirklich-war-Terror" um Feldbusch und Bohlen abschalten ? Danke.

19.10.01 1:01 memo (0)

Ein kleiner Auszug aus der heute erschienenen Ausgabe der Zeit:
In einem Interview mit dem Medienwissenschaftler Dietrich Leder, erfährt der wissbegierige Leser, daß Afghanistan, Bin Laden und die Taliban gar nicht so von gestern sind, wie behauptet wird, und von der verhassten westlichen Welt eine Menge gelernt haben. Zumindest was das Inszenieren von Medienauftritten angeht, wie wir es in einer Videobotschaft Bin Ladens nach Beginn der Luftangriffe erlebten. Da stehen sie hinsichtlich einer dem Ziel, nämlich der Demonstration von Macht, bedingunglos ergebenen Symbolik ganz nah neben George W. Bush.
Leder auf den Einschub des Interviewers, besagte Videoansprache Bin Ladens erwecke doch einen völlig improvisierten Eindruck:

    "Im Gegenteil. Alle Bildbestandteile waren durchgestylt: die Tarnuniform als Zeichen der militärischen Disziplin, die Waffe griffbereit für die Gewalt, Kopftuch und Bart für die religiöse Überzeugung, die Armbanduhr, um zu signalisieren: High-Tech, der Felsen im Hintergrund als der unbekannte Ort des Unterwegsseins und das Mikro in der Hand als Mittel der Todespredigt."
Leder weiter über die Funktion des Mikrofons, das Bin Laden in dieser Aufzeichnung fest umklammerte:
    "[...] Normalerweise werden heute Ansteckmikros gebraucht. Aber in Nachmittagsshows halten die Moderatoren ein Mikro ins Publikum, und wenn ihnen die Antworten nicht gefallen, nehmen sie es einfach weg. Wer das Mikro hat, hat die Macht. Bin Ladens Signal war: Ich bestimme nicht nur die Botschaft, ich bin die Botschaft, und ich bin derjenige, der sie in ihrem kompletten Design beherrscht. Er gibt eine Antwort auf eine Aktion, die er selbst noch gar nicht kennt. Womit er dann - wie beim Schach - dem Gegner signalisiert: Ich kann zwei, drei Züge weiter als du denken. Dazu benutzt er genau die Mittel, die in Ansprachen des amerikanischen Präsidenten verwendet werden, und lädt sie mit seinen Mitteln auf."
Das ganze Interview ist hier nachzulesen.

17.10.01 13:25 memo (2)

Habe die Woche begonnen, "Grammophon, Film, Typewriter" von Friedrich Kittler zu lesen. Passend zum Thema habe ich heute eine Rarität (?) in der Uni gefunden.
Irgendwo wurde scheinbar ausgemistet und so finde ich besagten Typewriter. Eine Triumph Matura Super, wohl Mitte der 50er produziert. 1954 gab`s jedenfalls einen Design award in der Kategorie Kommunikationsdesign. Und das medientechnische Ungetüm sieht einfach nur stylish aus und wird ab heute meine Wohnung schmücken.

16.10.01 23:07 memo (0)

Legen sie auf, Prof. Dr. Ernst Feuerbach.

16.10.01 23:06 memo (0)

Über Mojico ist ja einiges zu lesen. Auf Mojico habe ich noch nicht sonderlich viel gelesen. Hinter Mojico sind jedenfalls ein paar aussagekräftige Meta Tags zu finden.

    meta name="keywords" content="bad girl, good girl, twenty-something, twenty, something, real life, sex and the city, sex & the city, sydney, australia, real audio, trance, house, drum, bass, drum and bass, acid, jazz, acid jazz, music, listen to music, travel, yuppie, trendy, bitch, slut, feminazi, feminist, sex, love, life, music, clubbing, clubbers, young writers, secrets, secret life, house, trance, music, all night long, drugs, parties, youth of today"
und dann
    meta name="ROBOTS" content="INDEX,FOLLOW,all"
Ja, Ja. Ab und zu mal vielleicht.

15.10.01 18:04 memo (0)

Update in der Sektion Fotolog.

15.10.01 17:58 memo (0)

Schade, dass Du nicht dabei warst, Honey. Gestern abend im Stadtgarten: Groove Armada, feine elektronische Musik auf dem schmalen Grad wandelnd, eine gute Mischung aus digitaler und analoger Musik zu spielen. Die Köpfe, beide DJs, drehen Knöpfe und laden sprach- und musiksamples, geben den beat vor und spielen Posaune. Dann findet man noch Bass und Gitarre, Gesang, Trompete und Percussion. Vom Stil her schwer zu beschreiben. Gut tanzbare groovige Elektro Musik. Dabei offenbart sich stellenweise wirklich gute DJ Arbeit. Viele kleinere und größere elektronische Frickeleien, wobei das i-book doch stellenweise zu gut zu sehen war. Ein Fehler wäre es mit Sicherheit, Groove Armada nach bisher drei veröffentlichten Platten als Heroen zu feiern. Wie soll so etwas auch funktionieren? Ich fühlte mich, obwohl mir das Konzert im Grunde gut gefiel, zeitweise merkwürdig unbeteiligt. Nicht wirklich berührt. Obwohl die Stimmung gut war. Die Leute gingen ab, aber irgendetwas fehlte. Ein krasser Unterschied beispielsweise zu St. Germain, die ich vor einem knappen halben Jahr sah. St. Germain spielt in einer ganz anderen Liga. Hat musikalisch viel mehr Qualität zu bieten und ist meiner Meinung nach stilsicherer, jazziger, irgendwie eleganter. Wahrscheinlich kann man die beiden eh` nicht miteinander vergleichen. Die gute analog/digitale Mischung ist allerdings die gleiche.

14.10.01 18:29 memo (0)

Ah, sehr gut. Photo-blogg. Link via Passe.par.tout

13.10.01 17:23 memo (0)

Portishead. Für heute genau richtig. Fühle mich wie ein Glas Honig. Gaaanz langsam. Tranig.
Vorher war`s besser. Kennt jemand Stimpie und Ren? Kaum zu glauben, dass man sich solch `nen Comic fast zwei Stunden ohne Pause angucken kann. Stimpie & Ren sind, sagen wir mal, die Fortsetzung mit illegalen Mitteln von Tom & Jerry und Itchy & Scratchy. Angeblich vor einiger Zeit (Versehen/ Absicht ?!) auf Nickleodeon (!) gelaufen. Andere Cartoons finden sich auf Icebox.com

12.10.01 15:50 memo (0)

Heute bei Buhl. In der Hotline klingelts ohne Unterlass. Habe mich gerade ausführlich zu Chipkartenlesern der Klasse 2 und 3 geäussert. Die 3er werden scheinbar nicht von Mein Geld unterstützt. Dumm das.
Dumm auch, daß der nette Herr am Telefon vom ZDF war. Die Finanzsoftware aus dem Hause Buhl wird nämlich in Zusammenarbeit mit der ZDF Redaktion Wiso vertrieben. Ergo dem Zuschauer dort auch angepriesen. Die Redaktion von "Neues", dem ZDF Computermagazin, testet quasi die eigene Software. Die zumindest in diesem Zusammenhang alle Viere von sich streckt. Na ja. Uni Nebenjob, soll mich nicht weiter kratzen. Hauptsache mein Name fällt nicht in der nächsten "Neues" Sendung.

11.10.01 22:29 memo (4)

John MacArthur, amerikanischer Journalist, über den Krieg gegen Afghanistan. MacArthur schrieb in "Die Schlacht der Lügen" über die Medienpolitik der USA während des Golfkriegs gegen Irak.

11.10.01 19:27 memo (0)

Rund eine Woche Angriffe auf Afghanistan und viel Zeit zum lesen. Um zu gucken. Dem man sich nicht wirklich verweigern kann. Und dann stellt sich langsam die Frage, wann man "fed up" ist. Wie lange ertragen wir Sofa verwöhnten diesen Zustand eines Fernsehens, daß nur noch vom Terror spricht. Es stellt sich aber auch die Frage, wie eine unheilvolle Verquickung von Krieg und Medien jemals getrennt werden kann. Ob es überhaupt erwünscht ist. Ob es ganz real betrachtet machbar ist. Wobei ich hier gar nicht darauf eingehe, daß Krieg ohne den Einsatz moderner Medien absolut nicht stattfinden kann. Zu diesem Thema möge man bitte hier weiterlesen.
Seit einem Monat also vollführt vor allen Dingen das Fernsehen einen waghalsigen Schlingerkurs zwischen Terror und Kommerz. Ich meine hier nicht nur die Kriegsnachrichten, die Wetterberichte und Quizshows begleiten, sondern auch die fragliche Ästhetik eines Krieges, der sich mal wider ausschließlich über die Medien definiert. Wie schon in allen Kriegen der vergangenen, sagen wir mal hundert Jahre, bekommt man das geliefert, was die Kriegsführenden anbieten. Das ist, wie wir alle wissen, noch nicht einmal die halbe Wahrheit.
Es ist vielmehr mehr das Werk mehr oder weniger mächtiger Regierungen, Geheimdienste und den technischen Medien selbst. Natürlich bedienen sich die umspannenden Netzwerke der großen Nachrichtensender jeden Bildes, das sie kriegen können und das das vorherige an Dramtik, Action, Leid und Hoffnungslosigkeit noch übertrifft. Im Gegensatz zum Golfkrieg besetzt CNN, das Auge Amerikas, nicht mehr das Monopol eines von Militärs priviligierten Kriegsberichterstatters. Diesmal ist es der in Katar sitzende Sender Al Jazeerah, der als einziger von den Taliban akzeptierte (und unter normalen Umständen verhaftete) Berichterstatter. Al Jazeerah ist ein von den arabischen Regierungen vergleichsweise unbeeinflußter Sender und kann es sich daher sogar leisten eine zuindest halbwegs ausgewogenen Arbeit abzuliefern.
Die Bilder die Amerika liefert, gleichen der mittlerweile bekannten schwarz-grünen Suppe. In diesen und in den Bildern der Satelliten sieht man nichts was einen Krieg als einen angeblich chirurgischen ausmacht. Die Ergebnisse der Angriffe werden dann wieder von Al Jazeerah gezeigt. Einem reinen Instrument der Taliban-Propaganda, der nicht nur (angeblich) von den Amerikanern und Briten zerstörte Dörfer zeigt, sondern auch zur Verbreitung von terroristischen Hetzreden auf die westliche Welt dient. So geschehen am vergangenen Sonntag in einem ZDF Spezial zur besten Sendezeit um 21 Uhr. Eine vielleicht 5 bis 10 Minuten dauernde Mitteilung Bin Ladens an die islamische Welt, der darin weitere Anschläge, den "Sturm von Flugzeugen..." vorhersagt.
Eine absolute Neugkeit, die sich sicherlich noch niemand ausgemalt hat. Der Infomationsgehalt ist gleich null. Trotzdem ungeschnitten gezeigt. In der Gier nach Neuigkeiten. Nach Bildern. Ich emfand die angesprochene Ausstrahlung als einen Faustschlag in die Gesichter der Opfer und deren Verwandten.

Spricht man über ZDF Spezial, spricht man über alle Nachrichtenformate, spricht man über die Vermittlung und den Verkauf von Krieg. Dabei greifen die Redaktionen (auch im print) tief in die Kiste. Wobei es mittlerweile ganze Abteilungen gibt, die sich darum bemühen uns auch jedes so unwichtige Detail mit einer Infografik verständlich zu machen. Ich meine mich zu erinnern, daß eine britische Tageszeitung während des letzten Golfkrieges eine ausklappbare Karte der umkämpften Region druckte. Quasi als centerfold. Logos werden entworfen. N-TV übernimmt das patriotische Design vom Big Brother CNN. Dort entsteht das das Design des Kriegs. Er muss auch akustisch sofort wahrgenommen werden. Fanfaren blasen. Da dreht man sich fix weg von der Spüle.
Sicherlich gibt es auch gute Qualität. Die großen ö/r Nachrichten bemühen sich, ein rundes Bild abzugeben. Auch kleine Sender wie Arte oder 3Sat bringen wirklich Gut

9.10.01 19:16 memo (0)

Aha, das passe.par.tout und seine Fotoausstellung. Gefällt mir gut. Mal gucken, was kommt. Und das Fotografieren ist ja auch `ne schöne Sache. Leider lag sie ein wenig am Boden. Aber das ändert sich scheinbar im Moment.
Dann und wann Fotos im Internet zu präsentieren ist für mich vor allen Dingen der Spaß, ein wenig mit dem Original zu experimentieren. Photoshop bietet da so riesig viele Vorteile. Auch wenn sie man wahrscheinlich erst mit weißem Vollbart alle erfahren hat. Ohne hier in groß die in eine potentielle Digitalisierungs-Debatte zu schliddern: Das Eine (digitale) kann nicht ohne das Andere (analoge) sein. Aber ein digitales Bild kann, gebunden wohl an einen gewissen Grad an Kreativität und Stil, besser sein. Ganz abgesehen übrigens von schon verloren geglaubten Abzügen verschwundener oder alter Negative. Die Bereitschaft mehr aus dem "Bild" herauszuholen ist im Grunde höher, als im Labor.
Leider wird man seine Fotografien nur online zeigen können.

9.10.01 15:37 memo (0)

Wollte grad meine Gedanken sammeln. Das ist dringend nötig, denn oftmals geht mir wirklich viel durch den Kopf. Irgendwelche Gedanken. Um Gott und die Welt. Ich muss die irgendwie in eine Reihe bringen, um sie dann zu artikulieren. Später. Ich habe, warum auch immer, keine Ruhe. Warum schaff ich es nicht, hier mal Sätze mit Ausrufezeichen zu formen? Statt dessen Fragezeichen.

4.10.01 23:17 memo (1)

Scheinbar ging`s mir nicht alleine so. Mein verzweifelnder Blick in den rechteckigen Horizont am gestrigen Tag der Einheit war scheinbar nicht der einzige, worüber man sich übrigens heute abend auch bei Harald Schmidt herzlich amüsieren konnte. Und auch sonst gestaltet sich die alltägliche Tour durch die wunderbare Welt der Weblogs als recht unterhaltsam. .
Und was das
Dijalog dann und wann aus dem Hut zaubert ist wie so oft ein lustiges Kuriosum aus den Tiefen einer cgi-bin/laden Anwendung.
Und noch jemand soll hier Erwähnung finden. Servus Daniel. So etwas bleibt nicht lange unentdeckt. Sieht gut und wertet deine Domain weiter auf.

.Bleibt dem Chronisten nur noch, auf die kleine, wachsende Ausstellung im Fotolog hinzuweisen. Vor Jahren war ich mal in Holzwickede. Und Howi-Town liegt zwischen Dortmund und Unna. Dort gibt es jedefalls einen Flughafen und am Flughafen ist eine Tankstelle. An einem unmöglichen Tag, was Tageszeit und Helligkeit betrifft, verknipste ich einen kompletten Film, um diese Tankstelle zu porträtieren. Vielleicht kennt Tim sie. Weitere Fotografien aus dieser Serie folgen.

Morgen wird übrigens alles gut. Dann rutscht der 11.09. ab ins Archiv. Passiert sonst nur in den Nachrichten. Diesmal vielleicht doch nicht...

3.10.01 23:27 memo (0)

Nochmal Leere: Weblogs lesen, die mich nicht interessieren. Die mich interessieren sind nicht aktualisiert. Nun ja. Eigentlich schon. Vor lauter Einheits-Feierlichkeits-Leere bin ich aus Versehen ein, zwei Mal zu oft am Tag vorbeigekommen.
Und mit Sicherheit unterscheidet sich das Weblog-Lesen in diesem Punkt rein gar nicht von E-Mail erwarten, Anruf erwarten, Fernsehprogramm erwarten oder AB abhören erwarten. Scheinbar alles auf Fortsetzung basierend. Ständig auf der Suche nach dem Neuen. Hallo, hört mich jemand? Hallo, ist da wer?
Aber es ist halt auch alles leicht. Schnell ins Netz, schnell ans Telefon, schnell den Fernseher an. Alles vom Sofa aus. Alles mit einer, höchstens mit zwei Händen. Wahrnehmen mit Ohren und Augen. Die sind zum Glück im Lieferumfang enthalten. Marshall MacLuhan, The Extensions of Man fällt mir dazu ein. Oder Rötzer`s Telepolis.

Morgen wird`s besser.

1.10.01 18:49 memo (0)

Von der Wichtigkeit, ein Fotolog zu haben.

Seit ich 16 bin, wenn ich mich recht erinnere, fotografiere ich. Ich begann mit der alten Spiegelreflex meines Vaters. Einer Pentax KM, die irgendwann in den 70ern gebaut wurde. Drei Objektive waren dabei. 28, 50 und 135mm. Und was ich besonders cool fand. Ein Konverter. Der fraß zwar Unmengen von Licht. Dafür hatte ich aber nun ein Fernglas. Die KM sieht klassisch aus. Klar. 70er Jahre eben. Das Gehäuse ist überwiegend silbern. Damals gefiel mir nur die Nikkon F50 (?) besser. Heute sind alle Kameras aus Plastik.

Eigentlich bin ich Autodidakt, wie vermutlich jeder Fotograf, oder hat jemand das Fotografieren an der Volkshochschule gelernt? Aber ich hab`s mir eben nur eigentlich selbst beigebracht. Mein Vater erklärte mit die absoluten Grundlagen des Fotografierens. So wie übrigens auch das Fahrradfahren, das Schwimmen oder das Autofahren. Ich erinnere mich, dass ich anfangs nicht verstehen konnte, wie Blende und Belichtung zusammenhängen. Wieso soll ich mir den Kopf darüber zerbrechen, wie ich diese beiden miteinander kombiniere, wenn das Ergebnis doch irgendwie das gleiche ist? Später begriff ich, daß es eben nur ungefähr das gleiche ist. Niemals aber das selbe. Das war der Zeitpunkt ab dem Fotografie für mich interessant war.

Gerade noch rechtzeitig. Denn das Ruhrgebiet war bald nur noch Strukturwandel. Höchste Zeit. Denn was mich ständig reizte war alte, brachliegende Industrie. Die Reste von Stahl und Kohle. Die Ruhr, die die Industrie und das Leben, mein Leben an diesem Ort, erst möglich machte. Die Jahrhunderthalle z.B., heute Aufführunsgort für Theater und Symphoniker, zentrales kultiviertes Areal der neu geplanten City-West. Ich erinnere mich noch an den Landstreicher, den ich dort traf. Mit Schuhen aus Autoreifen und Stricken. Eine irre Begegnung. Ob man hier ungestört eine Nacht verbringen könnte, fragte er. Ich glaubte schon. Und er verkaufte mir ein selbst kopiertes Heftchen. Lyrik eines Landstreichers. Damit verdiente er sein Geld. Das Heftchen habe ich nicht mehr. Irgendwann ging es verloren. Ein Foto habe ich auch nicht von ihm gemacht.

Oft war ich in der Henrichshütte in Hattingen. Wer erinnert sich noch an die Nachrichten? Irgendwann in den 80ern. Wenn die Hütte stirbt, stirbt die Stadt. Nun, die Stadt lebt noch aber die Hütte wurde nach China verkauft. Ihr Skelett ist heute Industriemuseum. Kurz vorher konnte ich dort noch Bilder machen. Meine Lieblingsfotos. Davor stand der Hüttengrill, den ich unbedingt noch fotografieren wollte. Als ich kam stand nicht mehr Hüttengrill daran.

Das war dann auch schon die Zeit als ich die neue Automatik-Kamera hatte. 1994. Ein gutes Jahr später begann ich die Ausbildung im Zeitungsverlag. Nachdem ich mir meinen bekloppt-geilen Traumberuf vom Fotograf in Krisengebieten aus dem Kopf geschlagen hatte. Gut, wirklich drin war er nie. Irgendwie doch immer weit weg. Und das Fotografieren rückte auch weiter weg. Ich arbeitete mittlerweile fest im Verlag. Hatte dementsprechend weniger Zeit. Teilweise auch andere Interessen. Als ich später auszog, um zu studieren und der Arbeit somit auf den letzten Drücker noch den Rücken zu kehren, packte ich meine alten Fotos in den alten Küchenschrank meiner Oma, nach unten in den Keller.
Und von dort nahm ich sie neulich mit. Eigentlich holte ich sie, um Katha ein zwei meiner Lieblingsbilder zu schenken. Wenn ich das nächste Mal wieder bei den Eltern bin hole ich auch noch die alte Pentax.
Und im Fotolog präsentiere ich dann und wann ein paar meiner Fotografien. Alte und neue.