mittleres Niveau seit 2001
29.01.02 19:42 memo (0)

Altissimo - kommt im April

29.01.02 6:40 memo (0)

Immer wieder im JanuarHeute Abend sollte ich mit Hans Eichel, unserem gewieften Pfennigfuchser und Steuersparer, telefonieren. Während er sein großartiges Anliegen, die Staatsverschuldung unter 50 Euro zu senken, nun doch zusehends aus den Augen verliert, fokussiere ich meine Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit. Dabei lasse ich mir gerne die Ziffern 1 bis 119 sowie die Anlage N nicht nur erklären, sondern auch computer-technisch berechnen. Mein ganzes Vertrauen hat in diesem Augenblick Steuer-Software aus dem Hause Aldi. Wenn die errechnete Rückerstattung von mehreren 10.000 Euros nicht schon verprasst wäre, würde ich die fälligen Steuern für mein Kat-freies KFZ davon bezahlen. So ist das mit der rechten und der linken Tasche. Immer die von Papa Eichel.

28.01.02 15:40 memo (2)

Brazilectro Seit kurzem steht eine neue Compilation wärmender Musik im Regal. Dem Namen nach kombiniert Brazilectro also brasilianisches mit elektronischem. Nach x solcher Zusammenstellungen ist das wirklich nichts furchtbar Neues, so dass man am Ende noch erschrickt, dass man erst heute darauf stößt.
"Melancholisch, atmosphärisch und cool" wirbt das Label Audiopharm. Das ist zwar Werbung und auch kalkuliert, stimmt aber.
Wenn in der Zeltmensa der Wind das Dach wegzupusten droht, die Autobahn am Samstag Abend zum Kampf mit den Elementen fordert, dann bringen Brazilectro und Co. den wetter-mißhandelten dorthin wo er gerne wäre. Zwar nur im Kopf und auf dem Sofa und das auch nur für kurze Zeit, aber immerhin funktioniert die Simulation.
Wunderschön ist übrigens das sepia-gefärbte Booklet, ein südamerikanisches Bilderbuch, voller Nostalgik, voller Wärme.

28.01.02 13:09 memo (0)

Don DeLillo über die Anschläge. Bei Telepolis die Rezension der deutschen Übersetzung. In den Siegener Navigationen wird in Kürze das amerikanische Original veröffentlicht. Ein wenig Werbung in eigener Sache.

Ebenso findet man bei Telepolis einen Beitrag von Frank Hartmann zum Thema (digitales) kulturelles Erbe. Zur Abrundung meiner gestrigen Zeilen.

28.01.02 10:34 memo (7)

    "Microsoft Word hat ein korrupte Datei entdeckt"

Vor mir liegt ein Blatt Papier auf dem mit Bleistift geschriebene Textformatierungen notiert sind. Anmerkungen zum Seitenformat: 4 cm Rand an allen Seiten, Bundsteg = 0 cm, Abstand vom Seitenrand, Kopfzeile = 1,2 cm und Fußzeile = 1,25 cm. Titel = Times New Roman, 18pt, standard, Abstand vor = 0pt, Abstand nach = 6pt. Fußnoten bitte im Blocksatz, 8pt und hängendem Einzug = 0,24 cm.

Moderne Textbearbeitung arbeitet so, wird man mir antworten. Das ist richtig, und ich glaube sagen zu können moderne Textverarbeitung arbeitet vor allem mal so und mal so. Nämlich ganz in Abhängigkeit von Betriebssystem und der verwendeten Software, die vermutlich fast überall Microsoft`s "Word" sein dürfte. Das Problem, das ich hier darzustellen versuche, offenbart sich momentan nur in einem kartellrechtlichen Verfahren gegen den Gates Konzern. Da scheint sich eine Kraft etabliert zu haben, die den Staat auf den Plan ruft. Man zeigt sich zumindest nicht ganz unberührt von den globalen Machenschaften des Soft- und Hardware Giganten. Allein die bisherigen Ergebnisse dieses Prozesses geben Anlass zu Misstrauen. Liegt es überhaupt im Interesse einer Regierung, die mit dem Silicon Valley die Startrampe ins digitale Business geschaffen haben, dessen berühmtesten Spross zu stutzen? Steht nicht gerade Microsoft für sämtliche "achievements", nach denen der technologisierte Westen lechzt?

Ich will jetzt nicht im Detail aufzählen, was das nun tatsächlich für Errungenschaften sind. Ich finde es erschreckend zu bemerken, das das worauf sich, berechtigt oder nicht, unsere Hoffnung auf ein digitalisiertes (Arbeits-, Freizeit- ?) Leben gründet einzig und allein von einer Person bzw. einem Unternehmen entwickelt respektive verkauft wird. Wer bestimmt die Standards der gängigen Software? Wer herrscht über die digitalen Codes? Wer sorgt sich darum, das ein heute verfasstes Dokument in 10 oder 20, geschweige denn 200 oder 2000 Jahren noch lesbar ist, wenn es schon morgen bei meinen Arbeitskollegen nicht mehr zu öffnen ist, weil er ein altes Office XY hat?

Das hat nicht nur Relevanz bei Geschäftskorrespondenz, die über Jahre aufgehoben werden muss. Das Digitale wird unser Leben stark verändern, nicht nur die Wirtschaft wird nach digitalen Regeln funktionieren.

Sinnvoll ist auch ein Blick auf die Medien. Auf die Kultur. Unser kollektives und individuelles Gedächtnis speichern wir, wann immer wir können (Die Frage wo wir es speichern stellt sich ja gar nicht mehr. Informationen sind überall erreichbar). Dabei scheinen wir getrieben vom ständig möglichen Systemabsturz, der wie ein Damoklesschwert über allem hängt und denken nicht daran, ob all das abgelegte später einmal entziffert werden kann. Werden sich Soft- und Hardware weiter so rasant entwickeln, wie heute die Versionen von "Word", dann werden wir wohl erleben, wie unser Wissen zwar überall ist, aber nirgends zu lesen ist. Forscher werden dann versuchen zu entschlüsseln, wie wir wohl gelebt haben, was uns bewegt hat, was unser Antrieb war. Damit tun sie es jenen gleich, die Höhlenmalereien zu dechiffrieren versuchen. Allerdings rätseln sie nicht nach 80.000, sondern nach 80 Jahren.

28.01.02 6:24 memo (0)

Er mag sie einfach nicht. Nochmal Baudrillard, nochmal Amerika. (Aus dem Frame heraus verlinkt). Vor allem die ersten drei, vier Absätze können als Erklärungsversuch für die französischen Reaktionen auf Baudrillards Reaktion zu Amerika und dem 11. September gelesen werden.

    "Die idyllische Überzeugung der Amerikaner, der Nabel der Welt, Weltmacht und absolutes Modell zugleich zu sein, ist nicht ganz falsch. Sie gründet sich weniger auf Bodenschätze, Technik und Waffen, als auf die seltsame Behauptung, die reine Utopie zu verkörpern. Mit einer an Unverträglichkeit grenzenden Naivität hat sich diese Gesellschaft auf die Idee versteift, die Verwirklichung all dessen zu sein, wovon andere immer geträumt haben: von Gerechtigkeit, Überfluß, Recht, Reichtum und Freiheit; sie weiß es, sie glaubt es und zuletzt glauben es alle anderen auch. [...] Was auch immer geschieht und was auch immer über die Arroganz des Dollars und der multinationalen Konzerne gesagt werden mag, so nimmt diese Kultur doch alle und besonders die gefangen, die unter ihr zu leiden haben [...] "

Gefunden bei Diss.sense.

27.01.02 7:29 memo (0)

"Darf ich Ihnen ein wenig Schuhpflege beilegen?" fragte sie mich beim bezahlen. Beilegen schon, dachte ich mir, verkaufen wohl eher nicht.
Haben die keine Schulungen? Wissen die nicht, daß ich meine Schuhe nicht putze?

26.01.02 1:00 memo (0)

Weblog Awards.

25.01.02 12:29 memo (3)

In der Zeit findet sich bekanntermaßen ein netter Beitrag über, na ihr wißt schon. Dort ist ein Dialog zwischen dem Freitagsfish und (?) zitiert. Wer kennt denn ähnlich symphatische, weblogtypische Dialoge?
Bin nämlich auf der Suche nach einem schönen Aufhänger für eine Geschichte über Weblogs, die gewissermaßen im medienwissenschaftlichen Milieu spielt - und auch dort veröffentlicht werden soll.
In Anlehnung an die kürzlich geführte "Journalismus-Debatte" -aber gern darüber hinaus- würde mich interessieren, welche Aspekte eurer Meinung nach ganz besonders spezifisch für Weblogs sind (vor allem im Hinblick auf Technik, Ästhetik, Text/ Inhalt, Web, das Publizieren etc.). U.A.W.G.

24.01.02 10:56 memo (0)

"Gotteskrieger" ist also das Unwort des Jahres. Hätte es eigentlich seit jahrtausenden sein müssen.

24.01.02 10:54 memo (0)

Lange diskutiert, herumgekommen ist dabei nichts: Was macht eigentlich den benjaminischen Begriff der Aura aus? Meine Tiefkühlpizza heute abend war jedenfalls kein auratisches Erlebnis.

22.01.02 9:33 memo (0)

Habe mal nachgeschlagen zum Thema Baudrillard und seiner soundso Simulationstheorie. Vor allem vor dem Hintergrund der allgemeinen Aufregung um ihn findet sich hier vielleicht ein wenig Erläuterung.

21.01.02 8:11 memo (0)

"Visual Warfare - Reflections on 9/11 and Media Culture" ist Farai Chideya`s Beitrag zum Diskurs nach dem 11. September. Wieder Bildmedien, wieder der gleiche Ton. Und lesenswert.

21.01.02 5:07 memo (0)

Ganz weit entfernt vom zivilisierten Westen, am Kap der guten Hoffnung, soll vor rund 80000 Jahren der Startschuß für die menschliche Kultur gefallen sein. Die drückte sich dadurch aus, daß jemand abends in einer Höhle saß und Strichmuster in einen geglätteten Stein ritzte, während seine Mitbewohner beim Abendessen saßen. Schwer vorstellbar, wie in rund 3000 Generationen eben jene Kultur entsteht, über deren Wesen in der Zeit Nr.4 so viel interessantes geschrieben ist.
Zum Beispiel die Entwicklung des IPN, des Interplanetary Net, das uns mit Mars, Mond und Venus verbinden soll. Während zuhause@aol.com noch den gemeinen Erdenbürger ins Fimrmeneigene Netz zu locken versucht, denken andere Lichtjahre weiter. Dabei geht es um den Aufbau eines umspannenden Netzes von Satelliten, die untereinander und mit Mutter Erde störungsfrei kommunizieren können. Ob das IPN einen militärischen oder zivilen Hintergrund hat wird dabei außer Acht gelassen. Es spielt meiner Meinung nach tatsächlich zunächst keine außerordentlich wichtige Rolle. Viel mehr steht es für jene am Anfang geschilderte lange Evolution, für unser expanives Wesen, in dem nach der Globalisierung der Griff ins Weltall der folgende ist. Was da zu holen ist kann wohl nur vermutet werden. Dass man glaubt, dort etwas holen zu müssen, beschreibt in meinen Augen die Arroganz gegenüber denen, die auf dem Weg zum "Interplanetary Net" stecken geblieben sind. Irgendwie entwickelt sich der Mensch an sich selbst vorbei, finde ich. Oder kann er gar nicht anders?

14.01.02 12:09 memo (0)

Inoffizieller Teaser zur zweiten Ausgabe der Navigationen:
Denormalisierung und Normalisierung nach dem 11.9.2001. Überlegungen unter besonderer Berücksichtigung der Rolle der Medien. Jürgen Link, Dortmund.
Araber, Schakale und Europäer. Das Ressentiment regieren. Friedrich Balke.
Stimme und Blick. Paradoxien synästhetischer Medienrezeption. Michael Lommel, Siegen.
How Mrs. Selznick Re-Invented the Wide Release. A Few Historical Notes on Hollywood Film Distribution and the Construction of a Global Audience. Vinzenz Hediger, Zürich.
Reflexionen zum Film vom anderen Ende der Welt - Screening the past. Martin Werle, Siegen.
The "Turbanators" And The Terrorists:War Crimes And Media Omissions. Danny Schechter.

12.01.02 0:29 memo (2)

Kriegskommunikation hört sich ziemlich modern an. In der amerikanischen Sichtweise ist die Vermittlung des Krieges unabdingbar, führen sie Vietnam noch immer allein auf die "fehlerhafte" Präsentation im aufkommenden Massenmedium Fernsehen zurück. Akzeptanz und Durchhaltevermögen werden durch entsprechend geleitete Informationsströme gestärkt. Daß dies auch im Krieg gegen Afghanistan nach dem erprobten Schema läuft scheint offensichtlich. Oder ist so etwas im Jahr 2001/2002 angesichts eines gleichgeschalteten Amerikas überhaupt noch nötig?
Klaus Kreimeier, Leiter des hiesigen Studienganges in der Taz über die Rendon Group, die die PR für den Afghanistan-Krieg durchführt.
Bleibt mir noch, eine Tabelle zu zeigen, die deutlich macht, welche Agentur für wen Kriegspropaganda betreibt.

1993 Regierung von Kroation Intervention bei US-Medien u. -Politikern für die kroatische Kriegspolitik Ruder Finn (USA)
1992 Regierung von Bosnien-Herzegowina Kontakte mit westlichen Medien; Gründung des "Bosnia Crisis Communication Center" Ruder Finn (USA)
1991/1992 Regierung von Kroation PR-Kampagne unter US-Regierung, Parlamentariern, UN-Beamten; Organisation von Politikerreisen Ruder Finn (USA)
1991 Provinzregierung von Kosovo PR-Albanische PR-Kampagnen in westlichen Medien Ruder Finn (USA)
1991 Regierung von Kuwait PR-Kampagnen gegen den Irak: Konstruktion eine "Feindbildes Irak" in den westlichen Medien Hill & Knowlton (GB)
1986 Regierung von Angola Verbesserung des Images der marxistischen Regierung von Angola in den Medien der USA Gray & Co. (USA)
1985 UNITA-Rebellen in Angola Verbesserung des UNITA-Images in den Medien der USA Black & Manafort (USA)
1968 Zentralregierung von Nigeria Verbesserung der Position in der westlichen Welt gegenüber den Sezessionisten aus Biafra Galitzine & Partners (GB)
1967 Provinzregierung von Biafra PR-Kampagne unter US-amerikanischen Meinungsführern Ruder & Finn (USA)

10.01.02 11:55 memo (0)

Das ist es. Der Platz muß einfach ergonomisch gestaltet sein. Heureka, das ist das ganze Geheimnis. Und liegen muß man.
Medien und Möbel sind `ne Symbiose; oder so. Auf jeden Fall ist die Mutter des Fernsehens das Fenster. Der Stuhl (besser das Sofa) ist seine Existenzgarantie.

10.01.02 11:34 memo (0)

Elton gegen Andrack. Celebrity-Deathmatch in der Zeit.

9.01.02 9:53 memo (0)

Wer die Geschichte des Fernsehens schreibt kommt um Gallileo nicht herum. Der Meilenstein in der Evolution des privaten TVs beschert uns in Reportage-Manier alltägliche Banalitäten. Oder auch, wie eine Feuerbestattung funktioniert. Peter Lustig für ein degeneriertes, in diesem Fall zudem noch morbides Publikum.
Morbide vor allem deswegen, weil ein paar Nachwuchsredakteure Gefallen daran gefunden haben, ein leicht blassen und versteiften Herrn auf dem Weg vom Kühlschrank in die Erde zu begleiten. Verschweigen kein Detail und machen unmißverständlich klar, daß hier Experten am Werk sind, die alles aber auch alles auf einen Fernsehschirm zaubern können. Der Tod ist vor allem blass, steif und eingefallen; die steifen Glieder des Toten ließen sich scheinbar ohne Probleme filmen - verständnislos schmunzeln müsste man jetzt eigentlich.

9.01.02 7:25 memo (2)

Schick machen, nach München fahren, nett plaudern, mein etwas eigenwillig formuliertes Motivationsschreiben erläutern und dann vier Monate Praktikum absahnen. Hoffentlich.

8.01.02 11:45 memo (0)

Bleibt das so bei Viva Plus? Sieht furchtbar aus, diese Crawls.

8.01.02 9:23 memo (0)

Eine neue Hardwarekomponente wurde gefunden

8.01.02 8:00 memo (0)

Meine Herren, das ging ja diesmal vergleichsweise fix. Habe meinem Rechner neues Leben eingehaucht und freue mich, daß nach dem x-ten Neustart alles klappt. Scheinbar...

7.01.02 7:48 memo (0)

Sport und Entertainment in Reinkultur präsentiert RTL diese Tage. Das Megaereignis 4-Schanzen-Tournee bestrahlt Millionen von Antisportlern tagelang und macht uns klar, wie ein gelungener Tag für den Skisprung-Sport, für die Medien und eigentlich für alle aussehen kann.
Sven Hannawald sei Dank, denn er gewinnt als erster alle 4 Springen, was 50 Jahre niemanden gelang. RTL, das schon fast traditionell eher wenig populäre Sportevents in absolute Fernseh-Highlights vermarktet, bringt auch die Saison 2001/2002 im Skisprung-Weltcup, sowie eben die Tournee. Was zeichnet eigentlich solch eine Allianz von Sport, Wirtschaft und Medien aus?
Der Reiz eines Sport-Events - solcher die im TV präsent sind und solcher, die es nicht sind - liegt auf jeden Fall zunächst im Sport bzw. im sportlichen Wettkampf. Der sorgt für die Begeisterung; ob an der Schanze oder auf dem Sofa. Er ist also das auslösende Moment und setzt eine mittlerweile riesengroße Wertschöpfungskette in Gang, an der Bertelsmannn, diesmal in Form von RTL, sicherlich das wichtigste Glied ist. Die RTL Live-Übertragung ist dabei die technische Plattform auf der massenhaft verbreitet wird, was an anderer Stelle anmaßend "Spirit" genannt wird. Versetzt uns in Freudentaumel und ist genauso powered by emotion, wie der Konkurrenz-Sender.
Wobei ich auch sagen will, daß mich solche Sportereignisse durchaus begeistern. Ich finde so etwas auch nicht grundsätzlich negativ, wenn es auch durchaus unschöne Begleiterscheinungen gibt. Denkt man bespielsweise an Doping, das wie ein Damoklesschwert über jedem Sportler schwebt.Daß der Sport in der Breite nicht gefördert wird. Das große Geschäft hat definitiv "negative Erfolgspotentiale". Man pickt sich diejenigen Rosinen heraus, die sich optimal im TV umsetzen lassen. Denkt man an Boris und Steffi in Wimbledon, Michael und Ralf Schumacher, Henry Maske, die Klitschkos, Team-Telekom, Schmitt und Hannawald, dann sieht man die große Erfahrung speziell der privaten Sender. Den Chefredaktionen dürfte es demnach nicht schwer fallen, ein eigenes TV-Genre Sport zu definieren. Die Muster können dabei aus anderen Genres rekrutiert werden. Emotion, Rekorde, Action, Erfolg/ Niederlage sind stets erfolgsversprechende und verkaufsfördernde Attribute.

6.01.02 9:51 memo (0)

Interessante Diskussion in und um den Dienstraum herum. Da soll sie fortgeführt werden. Siehe also Posting und Kommentare dort. Und noch mal da.

6.01.02 9:05 memo (1)

F2S ist ab März nicht mehr kostenlos. Kennt jemand einen günstigen Provider, der GM-Anforderungen erfüllt? Würde mir die elende Online-Suche gerne ersparen.

6.01.02 6:36 memo (0)

Aus der kleinen offline Rubrik der Zeit - Zwischen "outerperformer" und "gesellschaftlich relevantem Orientierungsmedium"

    "Das Jahr war noch nicht vorüber, da verkündete der deutsche Ableger der RTL-Gruppe bereits, er habe 2001 »die Marktführerschaft deutlich ausgebaut«. Im Börsendeutsch ist RTL damit ein »Outperformer«, in der Sprache der Medientheorie ein »gesellschaftlich relevantes Orientierungsmedium«. Der einstige Softpornokanal kämpft mit allen rhetorischen Mitteln um den Ruf als »seriöser Unterhaltungskanal mit Newskompetenz«. Gebetsmühlenartig repetieren Geschäftsführer Gerhard Zeiler und »Informationsdirektor« Hans Mahr ihre Erfolgsformeln, als wollten sie sich zurechtzupfen für die endgültige Vermählung mit der Bertelsmann AG. Die hält bereits zwei Drittel der RTL-Gruppe, des größten kommerziellen Rundfunkunternehmens Europas. Am Heiligen Abend kündigte Bertelsmann an, RTL komplett zu übernehmen, zunächst das 22-Prozent-Paket des britischen Pearson-Verlags. Das Pearson-Blatt Financial Times (»FT«) spekulierte, Bertelsmann werde als alleiniger Besitzer den freien Börsenhandel von RTL beenden und so ein Fenster schließen, das Einblick in die Geschäftspraktiken der Bertelsmänner gibt - die stets nach Outperformance und Orientierungsmedien streben, nicht immer aber nach Transparenz. Vielleicht ist der RTL-Deal - im Schatten der Angst vor dem Einstieg der Medienmoguln Malone und Murdoch im deutschen TV-Markt - Auftakt einer deutschen TV-Expansion. Laut »FT« interessiert sich Bertelsmann für die britischen Medienhäuser Granada und Carlton. RTL besitzt bereits 65 Prozent des britischen Senders Channel 5."

Peter Littger; Die Zeit, 02/2002.

6.01.02 6:31 memo (0)

Das Nachtcafe ist vor allem ein gemütlich eingerichteter, muffig, warmer Bretterhaufen, der aber im bei minus 10 Grad es keinem erlaubt auch nur kurz rauszugehen, um frische Luft zu schnappen. Und das ist nötig da.

6.01.02 6:27 memo (0)

Hatte vor hier mal wieder ein etwas ausführlicheres Posting von mir zu geben. Ich ziehe es aber vor, mir noch ein Paar Gedanken zu machen und mit einem Link mitten in das Wissens-Dossier der Zeit das Thema anzureissen.

5.01.02 11:48 memo (0)

Nachtcafe - Ein nicht mehr ganz typischer Freitag Abend. Aber gut.

2.01.02 21:00 memo (2)

Danke - und 25 Cent zurück. Der Euro-Terror in den Medien ist nochmal schlimmer als der reale.

2.01.02 20:57 memo (3)

Weihnachts- und Neujahrs-Pause hier. Nichts besonderes - auch diese Jahr. Außerdem gibt es nichts zu feiern. Wie soll man auf solch ein Jahr freudig zurückblicken? Weihnachten nehmen sich alle an die Patschehändchen und tauschen Streicheleinheiten aus. Sind zur Abwechslung mal lieb zueinander. Beruhigen ihr Gewissen. Von Herzen Gutes geben die Wenigsten her. Mit Gefühlen muß man ja schließlich haushalten. Wer weiß, wann man sie noch braucht. Ja, ja - ist schon klar.