mittleres Niveau seit 2001
27.03.02 9:52 memo (0)

Peter Müller am vergangenen Sonntag in einem Saabrücker Theater:

    Es kann ein Spannungsverhältnis entstehen zwischen subjektiver Wahrheit und Mehrheit. Politik hat deshalb das Ziel der Versöhnung von Wahrheit und Mehrheit. Um dies zu erreichen, braucht sie Aufmerksamkeit, und Aufmerksamkeit wird auch durch theatralische Darstellung erreicht. Sind Politiker deshalb Schauspieler? Natürlich sind sie es, und diese Feststellung beinhaltet kein Werturteil.
Damit wir wissen, warum es hier geht.
    Die Tatsache, dass Politiker Schauspieler sind, kann sowohl positiv als auch negativ sein. Sie ist positiv, wenn es dem Politiker wie einem Schauspieler darum geht, Kontakt aufzunehmen zu seinem Publikum, den Wählerinnen und Wählern, um deren Wünsche zu erkennen und sich mit ihnen auseinander zu setzen. Politik hat die Aufgabe, wie Martin Luther es gesagt hat, dem „Volk aufs Maul“ zu schauen. Negativ wird diese Forderung, sich auf das Publikum einzulassen, in dem Moment, in dem der Politiker schauspielerische Elemente einsetzt, um von seinen Inhalten abzulenken. Negativ ist die schauspielerische Tätigkeit des Politikers, wenn er jedem zum Gefallen sein will, ohne deutlich zu machen, wofür er wirklich einsteht.
Dann, Herr Müller, haben wir uns am vergangenen Freitag tatsächlich an schauspielerischen Talenten erfreuen können. Es handelt sich also um negatives Schauspiel, nicht um legitimes.
    Politiker dürfen nicht selbstgerecht und unnahbar werden. Sie müssen aber auch die Tendenz zum zynischen Populismus unterdrücken, die sehr schnell entstehen kann und die möglicherweise kurzfristig zu Wahlerfolgen führt.
In der Tat. Die Reaktion auf zynischen Populismus ist ein zynisches Populus sein.
    Ist Politik also Theater? Ja, Politik ist Theater. Aber auch dieser Umstand ist weder gut noch schlecht. So lange das politische Theater einen Beitrag dazu leistet, Aufmerksamkeit zu erreichen für die vertretenen Inhalte, ist das politische Theater gut. Es ist schlecht, wenn dadurch von den Inhalten abgelenkt werden soll. Ohne Theater kann in dieser Gesellschaft keine erfolgreiche Politik gestalten werden. Wir leben in einer Kommunikationsgesellschaft, und diese Kommunikationsgesellschaft folgt klaren Kategorien. Ich will sie zitieren, so wie sie der Kommunikationsphilosoph Vilem Flusser definiert hat. Erste Kategorie, erster Hauptsatz: „Was nicht kommuniziert wird, ist nicht, und je mehr es kommuniziert wird, desto mehr ist es.“ Zweiter Hauptsatz: „Alles, was kommuniziert wird, ist etwas wert, und je mehr es kommuniziert wird, desto wertvoller ist es.“
Flusser hätte ich hier nicht erwartet. Ich fürchte, er wird da vor einen Karren gespannt... Ich prüfe mal, in welchem Zusammenhang das Zitat zu verorten ist.

26.03.02 18:23 memo (0)

Endlich mal `ne gute Idee.

26.03.02 10:18 memo (0)

Einen Eklat nennen die Meisten heute das, was bis vergangenen Freitag noch Zuwanderungsdebatte hieß. Dieser Eklat wird, wenn der Bundespräsident das Gesetz billigt und damit für verfassungsrechtlich einwandfrei erklärt, ein Makel sein, der diesem Gesetz in Zukunft stets anhaften wird. Ganz ähnlich wie der einst durchgeboxten Steuerreform, an der einige Bundesländer ganz gut verdient haben.
Wir haben Theater gesehen. Die Experten werden sich nun einige Zeit streiten, ob es sich hier um legitimes Theater oder eher um Schmierentheater handelt. Schlecht inszeniertes Theater dürfte wohl das kleinste gemeinsame Attribut sein. Wenn es tatsächlich irgendein absurdes Theaters ist, dann hat dies den Vorteil, daß man den von ihren zornigen Dialogen völlig erschöpften, aber vermutlich nur kurz aus der Puste geratenden Schauspielern zusehen kann, wie sie sich und ihre Politik endgültig demaskieren.

Da bietet sich nun erstmalig die Chance, Gesetz werden zu lassen, was seit 1954, als sich die ersten Italiener tränenreich von Heimat und Familie verabschiedeten, Realität ist. Jedoch heißt diese Realität nicht Zuwanderung, sondern Anwerbestoppausnahmeregelung und sollte daher auf Empfehlung Rita Süssmuths per Gesetz nicht nur einen neuen Namen erhalten und Realität werden lassen, was jahrzehntelange Praxis ist, sondern auch eine moderne, offene Republik dokumentieren. Modern und offen freilich zunächst für jene, die Deutschland einen Dienst erbringen. Der formale Status, der Flüchtlingen garantiert, nach den Genfer Konventionen behandelt zu werden, wurde erst auf Grund kirchlichen Drucks in die Zeilen des Gesetzes aufgenommen.
Trotzdem ist die Neuregelung der Anwerbestoppausnahmeregelung sinnvoll. Sie wird von großen Teilen der Bevölkerung begrüßt. Wirtschaft, Sozialverbände, Gewerkschaften und die Kirchen zeigen sich nach X Änderungen des Gesetzes zufrieden. Auch die Parteien sind sich grundsätzlich einig. Hatte Roland Koch noch vor Jahren das Thema per Volksentscheid von der Tagesordnung gestrichen, so zog der Kanzler die Green Card aus der Tasche, um einer schwächelnden Schlüsselbranche schnell und punktgenau gut gebildete Arbeitskräfte zuzuführen. Ich musste zwar immer grinsen, wenn ich durchs Schaufenster den Inder sah, der neu-startend und kellnernd im Internetcafe arbeitete, es machte aber eine Debatte möglich, in der die CDU sogar noch die progressiveren Forderungen stellte.

Mittlerweile, es dauert mitunter Monate, wenn nicht Jahre, bis wichtige Reformen Realität werden, ist die Entscheidung um die Zuwanderung ins Wahljahr vertagt worden. Da gelten andere Prioritäten, werden den Politikern andere Fähigkeiten abverlangt als die zum Konsens und der Vernunft. Im Wahljahr haben die Kanzlerberater das Sagen. Und die Kanzlerkandidatenberater. Ihre Medienexperten, Wahlkampfmanager. Wo immer Politiker auftauchen sehen sie sich einem Wald aus Kameras und Mikrofonangeln ausgesetzt. Demografen und Empiriker sind die Seismographen, die jede 0,1%ige Erschütterung an uns melden. Entsprechende Reaktionen vor und hinter der vermittelnden Mattscheibe.

Das was zuvor konsensverdächtig aussah, wird nun zum Reziprokwert. Alle Positionen mit -1 multiplizieren - das wird zum Motto und schafft ausreichend Spielraum für Nichtkonsens. Dann wird Theater gespielt, der Eklat zuvor noch inszeniert. Kulminierend nach der drittten Vergewisserung - "Sie kennen meine Aufassung". Man wertet mit "ja"; nicht mit einer Enthaltung. Ebenso Theater.

Das Land steckt fest in sich selbst. Steckt fest in den Köpfen der Menschen. Die Politik scheint nicht wirklich Entscheidungen für das Volk treffen zu können, zu tief steckt sie in parteipolitischen Konstellationen. Parteien, Politiker und Wirtschaft stecken tief in der Korruption, die sonst Entwicklungsländern vorgeworfen wird. Mehrheitsverhältnisse sind keine mehr, Entscheidungen lassen sich nur mit allerletzter Kraft realisieren. Auf Kosten der Politik, der Glaubwürdigkeit. Der Wille zum Abbau des Reformstaus ist nicht erkennbar. Der Wille, nicht inszenierte Politik zu machen erst recht nicht.

22.03.02 11:55 memo (1)

Was wirklich gute Nutzbarkeit (aka Usability, aka GUI), aber auch ansprechende Inhalte betrifft: Paranews. Weblog-ähnliches ist zu umfangreicheren Magazinen ausbaubar.

22.03.02 11:49 memo (0)

Gefällt mir gut. Der Rollover Effekt bei Wurmi.

22.03.02 11:36 memo (0)

Das wurde ja auch mal Zeit.

21.03.02 20:13 memo (2)

Wo geht er hin, der ganze Elektromüll? Der digitale Überfluss?
Während alles Materielle in Tonnen oder Eimern, auf Halden oder in der Umwelt endet, macht sich das Digiale auf den Weg nach... Ja wohin denn eigentlich? Was wiederfährt den Unmengen von Dateien, die täglich mit einem Rascheln in der Papierkorb verschoben werden. Was mit den Inhalten sogenannter temporärer Verzeichnisse? Virtuelle Existenzen, deren Nachname schon von einem Stunden oder bestenfalls Tagen dauernden Leben zeugt.
Wo trifft man die Mailbox des Handies, die man zwar noch abhören und posthum besprechen kann, das Telefon selbst aber unerreichbar irgendwo liegt. Wohin verweisen die toten Links zu meiner alten Domain? Was denken sich die, die sie nicht erreichen?

Gut, dass wir für die Toten und ihre Hinterbliebenen den Himmel geschaffen haben. Liegen all die verloren Bits da neben ihnen, auf einer weichen Wolke vielleicht. Oder ruhen sie dort, wo die Seelen hingehen? Ja, wohin denn eigentlich?

Gedanken aus einem netten Gespräch, spät abends, bei einer Flasche Rotwein.

20.03.02 10:11 memo (4)

Während der Recherche für einen Beitrag in der kommenden Ausgabe der Navigationen wunderte ich mich darüber, dass neu auf den Markt kommende Medien so eine lange Phase der Orientierungs- oder besser, Inhaltslosigkeit durch machen müssen.

Man werfe dazu einen Blick zurück auf das junge Radio, das lediglich die Kopie älterer Medieninhalte war. Theater, Konzert oder Lokalzeitung - den Verkehrsfunk erfand man später.
Beim Fernsehen war es ähnlich. Spricht man über die modernen Massenmedien Radío und Fernsehen, so handelt es sich beim Rundfunk im Grunde um das erste jener Massenmedien. Beim Fernsehstart hätte man allerdings auf Basis der Erfahrungen reagieren können. Immerhin handelt es sich ebenso wie beim Radio um einen Rundfunkdienst.

Und was ist los im Internet? Sehen wir nicht überwiegend Inhalte (wenn überhaupt Inhalte), die irgendetwas entsprechen, nicht aber den Strukturen und Potentialen des Netzes.
Wieso ist das so? Ist es überhaupt so? Jedenfalls kann man über die Veränderung von Diskursen sprechen. Besser gesagt: Die Veränderung von Diskursen zitieren, denn so etwas stammt natürlich nicht aus meinem Köpfchen, sondern aus dem Vilem Flussers. Jedenfalls scheint es, als dass man, spricht man über das Netz, nicht bedacht hat, dass die Art des Diskurses, wie er in einem Medium abläuft, sich verändert.

Massenmedien wie Radio und TV bestehen aus Amphitheaterdiskursen. Diese Struktur besteht im wesentlichen aus zwei Elementen: Einem im Raum schwebenden Sender sowie den ausstrahlenden Kanälen, die die spezifischen Codes transportieren. Zeitungspapier, Hertzwellen oder Filmrollen. Die Empfänger sind vielzählig aber klein, ganz klein. Wie Satelliten sind sie um die Sender herum angeordnet. Organisatorisch befinden Sie sich am Rande, fast außerhalb des Diskurses. Sie sind gewissermaßen geeicht auf jeweils einen Kanal, der Informationen in den Sender pumpt. Dieses Modell ist eher totalitär. Es ist das Modell der Massenmedien.

Im Netz finden keine Diskurse statt, sondern Dialoge. Prototypen für Netzdialoge sind die Post und das Telefonsystem. Plauderei, Geschwätz oder Gerüchte gehören allerdings ebenso dazu. Wichtig erscheint mir Flussers Feststellung, dass Informationen nicht aus der Synthese von bereits vorhanden Informationen entstehen (wie es eben doch überwiegend der Fall ist - siehe These zu Beginn), sondern dass Informationen spontan durch die Verformung von Inhalten (z.B. durch Geräusche, durch das Netzgeflüster) entstehen. Das Ziel der Politik sollten Netzdialoge sein. Sie schaffen neue Informationen statt die alte Informationen redundant zu wiederholen, wie es beim Rundfunk geschieht, der so eine Veränderung des Menschen verhindert.

19.03.02 12:17 memo (0)

Media Links ahead: Telepolis/ Medientheorie - Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Beiträge von Frank Hartmann, Geert Lovink, Hartmut Winkler sowie der Agentur Bilwet.

Sehr interessant ist CultD. Überzeugend vor allem durch die Fülle des Angebots und durch die interessante Gestaltung.

19.03.02 11:06 memo (0)

Es gibt Abende, die sagen einem schon bevor man überhaupt aus dem Haus ist: "Bleib lieber drin". Vorgestern war solch einer. Total fehlgeleitet von der (derart überflüssigen) Phrase: "Der neue Film von den Regisseuren von xy" sowie der Empfehlung eines weitgehend Unbekannten: "Ist sogar besser als der von den Regisseuren von xy" schließe ich die Wohnungstür hinter mir, blicke suchend ins Portemonnaie, um die Kinorabattmarke zu finden und - lege mich dermaßen ab, daß es schon mehr als ein Wink war.
Aber weiter, man ist ja verabredet und man geht ja nie mit irgendwem ins Kino. Also Zähne zusammenbeissen und den Schmerz nicht zu geben (Übrigens eine lebenswichtige Kulturtechnik). Der Film, ich sage es jetzt mal: "Was nicht passt wird passend gemacht" von den Regisseuren von "Bang Boom Bang", ist schlicht unterirdisch; soll hier nie wieder erwähnt werden.

Am nächsten Morgen dann doch der Gang zum Arzt. Knöchelumfang + 4 Zentimeter, das linke Außenband wahrscheinlich ebenso verlängert - aber nicht gerissen.

19.03.02 10:54 memo (0)

"Das Weblog für wissenschaftlich bedingtes Leiden, fuer Ausredennotorik und Schreibparanoia" - Eine schönere Unterzeile habe ich bisher nicht gelesen. Diplom.antville.

16.03.02 15:08 memo (0)

Surf`s Up. Warum definiert sich mein Bild von Österreich weniger über Haider, die FPÖ oder Erinnerungen an Familienurlaube in Kärnten als über eine Handvoll wirklich fähiger Künstler feiner elektronischer Musik?

Klar, Kruder & Dorfmeister hört man allenthalben, sind auf verschiedenste Samplern gepresst und vertreten sicherlich ein mittlerweile populäres Genre. Vielleicht ist auch dies ein Grund, dass Dorfmeister dann und wann bei den Sofa Surfers mitmischt, die vor allem Frickeleien und Bässe ganz anders interpretieren als die zahlreichen, immer chillenden Sofa DJs.
Die Sofa Surfers hingegen vertreten eher eine stark kopfnickende Fraktion, sind mit Kreidler zu vergleichen, um die Grenzen Österreichs nicht zu verlassen.
Der Weg nach Aschaffenburg, für mich immerhin 170 Kilometer und für Markus aus Dortmund noch mal ein ganzes Stück weiter, wird auf jeden Fall kurz, wenn derart nette Musik zu erwarten ist. Nett übrigens auch das Publikum, bei solchen kleineren Veranstaltungen fast schon Usus. Eigentlich nur sympathische Leute; von Mitte zwanzig bis Mitte vierzig ist eigentlich jede Couleur vertreten.

Wie die Musik war? Meiner Meinung nach sind Sofa Surfers live eher eine Art Performance. Also Bass, Gitarre, Schlagzeug, Plattenteller, Frickel-Geräte (wie heißt so etwas?), ein Vocalist, der Fela Kuti heißt und die obligatorischen Ragga-Phrasen drischt, sowie Viduk, einem begnadeten Videokünstler, der den Auftritt der Surfers zu einer echten Multimedia-Performance macht.
Das Konzert läuft erwartungsgemäß schwerfällig an. Nicht, weil in irgendeiner Art musikalische Langeweile aufkommt, sondern weil die Musik einfach so ist. Die Beats, Schlagzeug und Percussion-Output aus dem Rechner - perfekt eingespielt - prägen eben die Wiener Sofa-Beats. Dopebeats, wie man den Kritiken der Rezensionen entnimmt. Etwas klischeehaft, trifft aber den Nagel irgendwie mitten auf den Kopf. Die einzelnen Stücke, überwiegend aus der neuen "Encounters", bilden ein einziges Set, das mit überwiegend 1a Übergängen erfreut. Absolut harmonisch zur Musik ist Viduks visuelle Metropolen-Ästhetik auf der Leinwand im Hintergrund, die legitime Fortsetzung avantgardistischer Montagetechniken a la Eisenstein und Pudovkin. Perfekt angepasst an die Stakkato-Rhythmik von Break- oder Bigbeat.

Medienkulturell echt interessant und vor allem endlich ein Ende der Grabenkämpfe zwischen handgemachter und elektronischer Musik - eine Diskussion, die für mich fast genauso langweilend ist, wie die zwischen Mac und PC-Besitzern - ist die Art wie Analoges und Digitales fusioniert und dabei einfach Neues bei herauskommt. So gehört beim letzten Stück, des Konzerts: "Can I get a Witness" in einer sehr viel längeren Version als auf Encounters, mit der Off-Stimme von Dawna Lee, wunderschöner Gitarre, Bass und Schlagzeug, die dann, wenn die Plattenversion endet, so harmonisch von akustisch/ analog ganz langsam in elektronisch/ digital hinüber fließt. Zunächst Dawna Lees Stimme leicht verzerrt, dann gesamplet und immer weiter "bearbeitet", parallel dazu wird das Schlagzeug ergänzt durch Computer geschaffene Beats, gescratche dazu; die Gitarre bleibt wie sie war - und dreht sich um zu dem Pult mit den vielen Reglern und den vielen Knöpfen. Dem Kopf und dem Herz der Sofa Surfers.

13.03.02 15:39 memo (0)

Absicht oder Versehen? Ein Cebit-Posting in die Kategorie "Real Life" einzuordnen? Trifft den Nagel aber auf den Kopf. Die Deutsche Messe AG - Mediator zwischen ausgestellter Virtualität und ausstellender Realität.

13.03.02 11:57 memo (0)

Irritation im Perlentaucher - sechs Monate nach dem 11. September: Francis Fukuyama, Bush Berater und Professor an der John Hopkins University, erklärt, wie alternativlos die amerikanische Terrorpolitik ist. Ich halte derartiges zunächst einmal für ganz üble Arroganz. Reaktionen: NZZ, Süddeutsche, FR.

13.03.02 10:38 memo (0)

Um die "most pressing issues of our times" kümmert sich ein Magazin mit blödem Namen. Eurozine. Wertvoller Verweis via Wörterberg.

12.03.02 11:33 memo (0)

Themenwechsel, so schnell geht das hier: Gestern verpasst, die Sofa Surfers im Kölner Stadtgarten. Donnerstag nicht verpassen, Sofa Surfers in Aschaffenburg.
So ein Plätzchen in der Vollprovinz ist dann doch nicht so übel. Man muß zwar oft per Auto anfahren, dafür halten sich die Entfernungen im Rahmen. Tickets hier.

12.03.02 11:03 memo (0)

Das Department of Defense arbeitet Szenarien aus, wie ein atomarer Schlag gegen die bekannten Schurkenstaaten erfolgen könnte. Ich sollte im kommenden Semester ein Konstruktivismus-Seminar besuchen - vielleicht sogar wieder beginnen, Baudrillard zu lesen. In der Hoffnung, daß alles Simulation ist, daß ich einem gigantischen medialen Fake erlegen bin.
Was ist passiert, dass sich die Kulturen und Religionen so erbarmungslos bekämpfen? Daß die wohlhabenden Länder so unglaublich ignorant an die Prosperität ihrer Globalisierung glauben? Daß die one Nation so bedingungslos hinter ihrem Sheriff steht? Daß westlich geschaffene Armut sogar die Kinder in die Arme der Terroristen treibt? Was ist pasiert, daß die Welt nur rückwärts gehen kann? Was ist passiert, daß dies die Realität an einem Dienstag morgen im Jahr 2002 ist?

11.03.02 17:45 memo (0)

Das sind Tage. Sie hindern mich zwar, hier mal wieder etwas sinnvolles zu veröffentlichen, sind aber auch die bessere Alternative. Sie besteht aus vormittäglicher Arbeit und nachmittäglichem Spaß am Oberen Schloß, auf dem Lindenberg, der Panzerwiese und wo man eben sonst noch der Siegener Betontristesse entfliehen kann. Sie besteht aus Zeitunglesen, Federfußball, Frisbee, quatschen...

9.03.02 21:19 memo (1)

Ein feiner Samstag wird`s wohl werden. Sinkende Besucherzahlen im Weblog (Umzug nicht verkraftet!?), steigende Besucherzahlen in der Realität. Ist mir auch lieber so. Greg und Thommy kommen zu Besuch. gleich, später dann mal wieder eine Nacht im Dee2. Himmel, das wird anstrengend. Flyer Dee2 (Pop Up)

9.03.02 15:07 memo (0)

Wer ist hier eigentlich der Falschinterpretierer? Opera oder meine Wenigkeit? Wahrscheinlich ich. Während IE sich um die Ausrichtung der Navigationslinks einfach nicht kümmert, packt Opera den Text zu weit nach oben. Kriegs nicht hin. Stört und nervt mich.

6.03.02 17:25 memo (0)

Aha, nun kommen also die ersten schwarz-rot-goldenen Zinksärge zurück.

6.03.02 14:28 memo (0)

"Media Events and their Influence on Generations in the Global Village" ist der Titel einer Studie, an der ich momentan mitarbeite. Dabei werden Interviews verschiedener Altersgruppen analysiert, unter anderem in der Absicht herauszufinden, wann eben solche Globalisierungstendenzen erstmals erinnert werden.
Nehmen wir zum Beispiel Erich, der über das Radio nachts um halb drei Max Schmelings Weltmeisterkampf 1931 in einer Übertragung aus New York erlebte. Oder Dorothee, die im Bürgerkriegsspanien der 30er Jahre lebte und sich an Radio Beromünster und die BBC erinnert, die ihr Vater zu bestimmten Zeiten empfangen konnte. Wahrscheinlich lebenswichtige Informationen.

Was ich wohl erinnern werde? Vielleicht, dass ich einmal während meiner Unizeit an einer Studie mitarbeitete, die die frühen Globalisierungseffekte in der Geschichte der technischen Medien analysierte. Erinnern werde ich wohl all die Globalisierung, die aus dem Computer drang, an dem ich arbeitete - Von einem Newsprovider zum anderen zu surfen, daran verzweifelnd nur nichts zu verpassen, E-Mails abzurufen, die man dringend erwartete, flaresound.com lief stundenlang im Hintergrund, ab und an klingelte mein mobile...

3.03.02 14:53 memo (2)

Liestal Ausschnitte 3/ Fastnacht 2002

3.03.02 14:51 memo (0)

Liestal Ausschnitte 2/ Fastnacht 2002

1.03.02 16:50 memo (1)

Wusste bisher gar nicht, dass Thievery Corporation so verissen werden (und so und so).
Aber ich bin ja auch nicht de:bug.

1.03.02 15:59 memo (0)

Richtig gut finde ich die Dramatis Personae in Knoerers Jump-Cut Weblog. Ich nehme an, dass es sich dabei um ein antville-feature handelt !?