mittleres Niveau seit 2001
30.07.02 17:55 memo (2)

First Steps in Frankfurt/ West. Versuche in der Medienredaktion Fuß zu fassen und muß dabei aufpassen, nicht im eigenen Saft auszurutschen, der bei 30 Grad Innentemperatur selbst bei Schlacksen wie mir tropft. Hineingerutscht auf unkonventionellem Wege; ohne jahrelange freie Mitarbeit, abgeschlossenes Studium und schlangestehen für das Volo. Aber ich bin ja nur Praktikant. Stellt sich die Frage nach der Perspektive eines solchen Vorgehens, schließlich habe ich es mit Kollegen zu tun, die den langwierigen Weg gegangen sind. Also, schön den Ball flach halten, maximal ein, zwei Tage vorausschauen und in die Hierarchien einfügen.

25.07.02 20:15 memo (0)

"Nee, alkmäßig hab` ich mich ausgetobt."

Szene vorm Penny Markt. Auf dem Boden zehn Typen neben rund 30 Dosen Pils.

25.07.02 13:11 memo (0)

Elementarteilchen - Kutter - Start Over

25.07.02 12:02 memo (0)

Dass die De:Bug in der Uni Bib ausliegt freut mich sehr - auch noch, wenn ich nach dem Lesen die stets HKS-verschmierten Fingerchen gewaschen habe.
Vorhin haben sie auf das & in copy & paste hingewiesen. Das & in copy & paste ist textz.com, die den freien Handel von digitalen Gütern ausführen. Ausführen, da De:Bug die Story an dem, wahrscheinlich schon bekannten, perl-skript aufhängt, das den kodierten Walser`schen Kritikertext in eine asciimäßige, also lesbare, Ausgabe decodiert und so den Anwälten des Suhrkamp Verlags das Porto für Abmahnungen spart.

    "..., the flows of digital data are much more driven by people and popular protocols than they are determined by legislation."
Wobei es Textz.com wohl nicht um Walser, eher um die kollektive Teilhabe an virtuellen Interaktionen, die man stellenweise nicht mal mehr (s. Walserskript) selbst ausführt, sondern Maschinen rechnen lässt, was vielleicht vor kurzem die Tastenkombinationen Strg-C, Strg-V erledigt hatten. Soweit sind sie bei Textz.com noch nicht - auch, wenn sich das konzeptuelle Manifest danach anhört: Warten auf das Erlöschen des Copyrights. Geistiges Eigentum lässt sich heute erst nach dem Tod des Autors oder der Verjährung des Copyrights frei nutzen.
"Napster was only the beginning. the nineties of the net are over. Let's move on. "

23.07.02 11:06 memo (0)

Fantastic Voyages - und das mit dem Zweiten. Gestern lief leider bereits der letzte von sieben Teilen über die "Kosmologie der Musikvideos". Wobei das kleine Fernsehspiel - ein interesanter Sendeplatz übrigens - zumindest in dieser Folge ausnahmslos experimentelle und elektronisch produzierte Formen an Augen und Ohren lässt. Chris Darke, Autor von Light Readings, ist Spezialist für experimentelle Film und zeitgenössische Clip-Kunst. Diskutiert wurden Formen der Chemical Brothers, Aphex Twin, Orbital, Coldcut und Roni Size. Alle Links verweisen auf entsprechende Videobeispiele.

18.07.02 17:29 memo (3)

Heute bei Bochum-Total: 2Raumwohnung mit der guten Humpe-Frau. Popmusik oder hörbare Elektronik? Oder beides? Bin gespannt.
Als Bochumer hat Bo-Total den Reitz allerdings schon vor Jahren verloren. Das Massenhafte auftreten von Sauer- und Münsterländern, die auch mal in die Stadt wollen ist nicht ganz so einfach zu verkraften.

17.07.02 11:44 memo (0)

Ein wenig gähnende Leere auf diesen Seiten, was vor allen Dingen im organisatorischen vor und zurück des Autors zu liegen scheint. Die Wirtschaftsklausur liegt also weit, weit hinter mir. Sie war am Montag und ich bin froh, mich nicht mehr mit ach so treffsicheren Strategieentscheidungen von Medienunternehmungen befassen zu müssen.
Strategisch für mich bedeutsam hingegen wäre endlich eine erschwingliche Bleibe in Frankfurt, um das Praktikum bei der Frankfurter RS zumindest ein wenig entspannt beginnen z zu können. Ich seh mich schon im Speisesaal einer mit Teenies überfüllten Jugendherberge Hagebuttentee trinken, um anschließend zu arbeiten und abends vernünftige Wohnungen zu suchen.
Nun ja, es sind noch zwei Wochen, es kann so viel passieren.
Wirklich gut war gestern abend, als das badisch/ allemannische Scheibenschlagen im Siegerland eingeführt und hiermit erstmals urkundlich erwähnt wird. Vielleicht liefere ich später eine technische Zeichnung ab, vorerst also nur textuelle Beschreibungen dessen, was man gesehen haben muß: Wir befinden uns also auf der Panzerwiese, ganz oben auf dem Wellersberg. Von dort kann man herrlich über Siegen blicken. Dort oben jedenfalls baut man aus einem Pfosten und einer Bohle hangabwärts eine Rampe. Die braucht man als Abschlag für bierdeckelgroße gelochte Holzscheiben, die auf der Spitze einer Rute stecken. Wenn die auf die Rute gesteckte Scheibe an allen vier Seiten ordentlich glüht stellt man sich neben die Rampe und schlägt sie gefühlvoll in die schwarze Nacht (Die Bewegung ungefähr so wie auf einer Driving Ranch). Sieht einfach nur irre aus, wenn die Scheibe 200 Meter glühend durch die Luft wirbelt und viel, viel tiefer im Hang landet.

50 Scheiben hatten wir, die nach kanpp drei Stunden weg waren. Etwas angemüdet sitzt man dann weiter am Feuer, döst ein, schläft ein... Bis uns um 8 Uhr der Regen weckte... Hier lässt`s sich echt aushalten....

15.07.02 10:58 memo (0)

Blogrolling im Test beim Gegenfüssler

12.07.02 20:36 memo (0)

6. Etappe. Forges-les-Eaux-Alencon: Gesamtklassement

11.07.02 23:29 memo (0)

5. Etappe: Soissons - Rouen. Gesamtklassement

11.07.02 0:37 memo (0)

Das Universum (von anderen Bibliothek genannt) setzt sich aus einer unbestimmten, womöglich unendlichen Anzahl sechseckiger Galerien zusammen, mit weiten Entlüftungsschächten in der Mitte und sehr niedrigen Geländeeinfassungen. Von jedem Sechseck kann man die unteren und oberen Stockwerke sehen, in nicht endender Folge.

Auf jede Wand jedes Sechsecks kommen fünf Büchergestelle; jedes Gestell umfasst zweiunddreißig Bücher von gleichem Format; jedes Buch besteht aus einhundertundzehn Seiten, jede Seite aus vierzig Zeilen, jede Zeile aus achtzig Buchstaben von schwarzer Farbe.

Auf eine einzige verständliche Zeile oder eine treffende Anmerkung entfallen Meilen sinnloser Kakophonien, sprachlichen Kauderwelschs oder zusammenhanglosen Zeugs.

Als bekannt wurde, dass die Bibliothek alle Bücher umfasse, war der erste Eindruck ein überwältigendes Glücksgefühl. Alle Menschen wussten sich Herren über einen unversehrten und geheimnisvollen Schatz.
Zu Tausenden ließen Begehrliche ihre Heimatsechsecke im Stich und jagten die Treppen empor, von dem eitlen Drang bewegt, Rechtfertigungen für sich zu finden.

Auch erhoffte man sich Aufklärung über die grundlegenden Geheimnisse der Menschheit: den Ursprung der Bibliothek und der Zeit.

Es gibt amtliche Sucher, Inquisitoren. Ich habe gesehen, wie sie ihres Amtes walteten: sie machen immer einen strapazierten Eindruck, sie reden von einer Treppe ohne Stufen, die sie um ein Haar umgebracht hätte; sie reden mit dem Bibliothekar und unterhalten sich über Galerien und Treppen; manchmal greifen sie nach dem nächststehenden Buch und blättern darin, auf der Suche nach Schimpfworten. Offensichtlich hat keiner Hoffnung, irgend etwas zu entdecken.

Die bar der Ehrfurcht sind, versichern, dass in der Bibliothek der Unsinn an der Tagesordnung ist und dass das Vernunftgemäße (ja selbst das schlicht und recht Zusammenhängende) eine fast wundersame Ausnahme bildet.

Diese auf den ersten Blick zusammenhanglosen Fügungen entbehren gewiss nicht einer kryptographischen oder allegorischen Rechtfertigung.

Ich bin außerstande, eine Kombination von Schriftzeichen auszuhecken - dhcmrlchtdj - , die in der göttlichen Bibliothek nicht bereits vorgesehen ist und in irgend einer ihrer Geheimsprachen einen schrecklichen Sinn birgt.

Sprechen heißt ins Tautologische verfallen. Diese überflüssige und wortreiche Epistel steht bereits in einem der dreißig Bände der fünf Büchergestelle eines der unzählbaren Sechsecke - und auch ihre Widerlegung.
Die Gewissheit, dass alles niedergeschrieben ist, löst uns in Nichts auf und macht uns zu Geistern.


Ich hege die Vermutung, dass die Menschenart - die einzige, die es gibt - im Begriff ist auszusterben und dass die Bibliothek fortdauern wird: erleuchtet, einsam, unendlich, vollkommen, unbeweglich, gewappnet mit kostbaren Bänden, nutzlos, unverweslich, geheim.
Wenn ein ewiger Wanderer sie in irgend einer beliebigen Richtung durchmäße, würde er nach Ablauf einiger Jahrhunderte die Erfahrung machen, dass dieselben Bände in derselben Ungeordnetheit wiederkehren (aus dieser Ungeordnetheit würde durch Wiederholung eine Ordnung, der Ordo). Meine Einsamkeit gefällt sich in dieser aufheiternden Hoffnung.

Aus: Jorge Luis Borges, Die Bibliothek von Babel (1941)

Dazu auch: NZZ Netzstoff: Der wiedererwachte Traum von der «Bibliotheca Universalis»

10.07.02 18:53 memo (0)

Ete rutscht auf 39. Jörg Jaksche auf 3. Gesamtklassement nach dem Mannschaftszeitfahren.

10.07.02 13:31 memo (0)

The World`s famost weblogs. (via nothing but the truth)

10.07.02 11:49 memo (0)

Muss mir mal wieder einige Notizen machen.

10.07.02 9:31 memo (0)

3. Etappe: Metz-Reims. Und Ete in Gelb!

9.07.02 9:48 memo (2)

2. Etappe: Luxemburg-Saarbrücken. Gesamtklassement.

8.07.02 13:41 memo (0)

Mit Sicherheit halten manche Pro Siebens Mission Germany für den letzten Schrei, denn: "Die Reality-TV-Fangemeinde ist ihnen auf den Fersen - im Internet, im TV und auf der Straße..."
Manche halten Pro Siebens Mission Germany aber auch für nichts mehr als ein weiteres Reality TV Abenteuer, die endgültige Verschmelzung des Privaten und des Fernsehens, Verwechslung von Fiktion und Realität und so fort.
Dass derartige Konzepte jedoch nicht erst seit Kirch & Co und kommerziellem Fernsehen existieren zeigt Wolfgang Menges "Millionenspiel"", heute abend 22 Uhr auf West 3. Damals allerdings war schon das Konzept Vision eines zukünftigen Fernsehens. Die telegene Umsetzung wurde aufgrund einiger tausend Zuschaueranrufe abgesetzt. In Zeiten, die ohne Quote auskamen, funktioniert so etwas noch.

7.07.02 13:40 memo (0)

Le Tour: Prolog

6.07.02 16:57 memo (2)

Hätte ich nicht gedacht, dass TB dermaßen schnell angenommen zu werden scheint. Ich bin gespannt, was sich für Auswirkungen ergeben werden.
Wird denn die Sunlog Version mit MT`s Version untereinander funktionieren?

6.07.02 16:47 memo (0)

Netzstilus - Texte zur Medienkultur

6.07.02 15:02 memo (0)

Wahrscheinlich eher ein Gimmick, dass bald wieder rausfliegt: Die Printversion. Wieso sollte man Zweizeiler, oder zumindest vergleichsweise kurze Textschnipsel, ausdrucken?
Aber so ist dass mit neuen Medien. Die Technik ist immer weiter als der Inhalt. Die Euphorie ist immer riesig. Ich sollte mich mehr auf Inhalte, denn auf Gimmicks zurückbesinnen.

6.07.02 14:15 memo (0)

Movable Type Tuning Center: [the girlie matters] tips, tricks and things to do: movable type archives.

5.07.02 16:25 memo (0)

Gerade stoße ich auf ein Krit Interview mit dem Journalisten Harald Neuber, der sich zur filmischen Dokumentation eines Massakers der Nordallianz an mehrern tausend Taliban, das unter der Billigung des US-Militärs von statten ging, äußert.
Zur Untermauerung der Berichte ein Beitrag von Dany Schechter, Herausgeber des Media Channels, in den Navigationen. Der Beitrag ist leider nur gedruckt zu lesen; eine Bestellung der Navigationen macht sich aber durchaus gut im Lebenslauf.
Schechter hat übrigens auch ein Weblog.

4.07.02 10:25 memo (0)

Ich weiß nicht, ob`s am Hoster liegt. Bin da nicht so sonderlich bewandert... Die Einträge im Trackback Weblog kann ich mehrmals anpingen , ohne dass ich mehrfach gelistet werde.

3.07.02 23:25 memo (2)

Hey Nico. Funktionierts? Warum ich allerdings zweimal in der TB-Liste auftauche versteh´ich nicht. Liegt`s am mehrmaligen Pingen?

3.07.02 23:07 memo (0)

Der dicke Metzler – wahrscheinlich für jeglichen Geisteswissenschaftler das, was für Naturwissenschaftler die Formelsammlung ist.
Ich hoffe, dass seine Erläuterungen zum Strukturalismus helfen, meine aktuelle Hausarbeit mit einem Thema zu versehen.
Kann man Roland Barthes semiologisch/ strukturalistische Erklärungsweise von analogen Fotografien in irgendeiner Art und Weise auf digital erzeugte Bilder anwenden?

    St. ist eine Analysemethode, die historische Analysen durch Strukturanalysen ersetzte. Ziel der strukturalistischen Erneuerung des methodischen Instrumentariums sollte es sein, durch möglichst formalisierbare Beschreibungen der Exaktheit der Naturwissenschaften vergleichbare Aussagen zu erzielen.

    Diese Umorientierung von einer historischen Betrachtungsweise zur Erfassung synchroner Zustände (das Zusammenwirken von Elementen innerhalb eines Systems, die in einem Zeitraum gleichzeitig anzutreffen sind) basiert auf der Prämisse einer ganzheitlichen, in sich dynamischen Struktur (die Menge der Relationen zwischen den Elementen eines Systems) kultureller Phänomene.

    Der Strukturalismus ist bestrebt, die Gesamtheit der die Elemente eines Systems verknüpfenden Relationen integrativ (das Ganze wieder herstellend) zu beschreiben, um so die Wesenhaftigkeit in der Struktur festzustellen.

    Literaturwissenschaftlich ist der Strukturalismus im Cours de linguistique générale Saussures begründet, der prinzipiell zwischen langue (Sprache), die ein vom Sprecher unabhängiges Zeichensystem ist, und parole, der im einzelnen Sprechakt aktualisierten Sprache, unterscheidet.

3.07.02 14:57 memo (0)

Lettre ist Europas Kultururmagazin.

2.07.02 13:49 memo (0)

Talking about Barthes:

2.07.02 10:56 memo (0)

Roland Barthes:

    Eine (analoge) Fotografie ist ein Objekt mit einer strukturalen Autonomie. Obgleich es zwar eine Reduktion der der visuellen Informationen vom Objekt zum Bild (Proportion, Perspektive, Farbe) geben kann, so gibt es keine Transformation im mathematischen Sinne. Das Bild ist nicht das Wirkliche, zumindest aber das perfekte Analogon davon.
William J. Mitchell:
    Eine Fotografie ist eine analoge Repräsentation der Raumaufteilung der Szene: Sie weist sowohl räumlich als auch hinsichtlich der Tonwertekontinuierliche Variationen auf. Digitale Bilder werden durch ein endliches Gitter aus Pixeln codiert und die Farbintensität jedes Punktes wird durch eine ganze Zahl, die aus einem begrenztem Bereich gezogen wird, spezifiziert. Daraus entsteht die zweidimensionale Anordnung ganzer Zahlen, die im Computer gespeichert, elektronisch versandt und durch verschiedene Mittel am Bildschirm dargestellt werden kann.

Das fotochemische Bild enthüllt kontinuierlich weitere Details, wenn es vergrößert wird, auch wenn es dann körnig erscheint und manchmal verschwimmt. Wenn die digitale Fotografie einmal so weit vergrößert wird, dass ihre Pixelstruktur erscheint, dann wird sie bei weiteren Vergrößerungen nur immer größere Darstellungen derselben Pixel zeigen.

Weil das Computerbild eine Folge von Befehlen bezüglich eines Rasternetzes ist, kann es exakt kopiert werden. Mit jeder Kopie eines analogen Bildes gehen Details verloren, weswegen man hier besser von einer Re-Präsentation spricht. Bei der digitalen Übertragung geht nichts verloren, sie sind wirkliche Re-Produktionen.

Aus: Fotografie nach der Fotografie. Die Kunst der Posthistoire.

1.07.02 23:12 memo (0)

ARTNINE.

1.07.02 19:44 memo (3)

Hallo MT Nutzer. Movable Type erlaubt, verschiedene Blogs mit einer Installation von MT zu betreiben. Das bezieht sich aber lediglich auf Blogs, die innerhalb einer Domain betrieben werden, richtig?