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↓ 20.12.02 12:32
memo (3) ↓ 18.12.02 12:27 memo (5)
Immer noch Dia Show: Google Viewer ↓ 16.12.02 10:34 memo (1)
Der Scheich der Zeichen - Paris entdeckt Roland Barthes wieder und feiert ihn mit einer Ausstellung im Centre Pompidou sueddeutsche.de ↓ 13.12.02 12:37 memo (15)
Medienkonvergenz ist mein persönliches Reizwort. Wird es doch vorwiegend in medienökonomischen Lehrbüchern und im Kontext von Strategien der großen Medienmultis verwendet. Medienkonvergenz beschreibt, wie Inhalte und Strukturen jeweils zuvor existierender Einzelmedien in einem spezifisch neuen Medium fusionieren und den großen der Branche zunächst einmal nicht weniger als höhere Profite versprechen. Als die dot.com Blase immer weiter aufgepustet wurde, fungierte der Begriff der Medienkonvergenz als Sesam-öffne-dich für die Panzerschränke der Finanzierer. Zumindest im Bereich der digitalen online Medien wurde jedoch nicht Mehr konvergiert, als die altbekannten Inhalte Bild, Wort und Ton. Nicht gerade die Wiedererfindung des Rades.
Ich las den Text mehrmals. Und halte ihn für einen medienkritischen Aufsatz (um nicht das große Wort „Essay“ zu benutzen), der bemerkenswert auf die gegenwärtigen medienkritischen Diskurse als auch die großen medientheoretischen Texte der Moderne und Postmoderne verweist. Wobei ich mir die Frage stellte, ob solch einen Text dann ebenso Teil des Kanons ist. Oder ob er in 50 oder 100 Jahren als eben solch ein kanonischer Text gelesen wird. Wo ist also der Bezug zu den klassischen medienkritischen Essays? Wir haben es hier nicht mit einem neuen Medium zu tun. Darauf wird man noch lange warten müssen. Jedoch ist solch ein fotografisches Mobiltelefon symptomatisch für die Frühzeit (?) digitaler Medien. Im Gegensatz zu den klassischen Texten, die zu Beginn der großen Epochen des Rundfunks und des Fernsehens oder des Kinos um die Jahrhundertwende geschrieben wurden, haben wir es nicht mehr mit einem neuen Einzelmedium zu tun, das, um es mit Brecht auszudrücken, „auf eine vollkommen unvorbereitete Gesellschaft trifft“, sondern mit eben einem Produkt der eingangs beschriebenen Konvergenzstrategien. Am Ende war das Wort und das Bild. So impliziert Rauterberg seinem Text das Paradigma vom „Ende der Geschichte“.
Das Hochzeitsfest im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Damit verweist Rauterberg auf Walter Benjamins großen Text, der zu Beginn der dreißiger Jahre den Verlust des Auratischen im medial reproduzierten Kunstwerk zugunsten einer zu schaffenden Ästhetik des Films beschrieb. Heute haben wir den Salat, will meinen den Verlust einer potentiell auratischen Gegenwart.
↓ 8.12.02 15:54 memo (2)
Wie stellt man eigentlich externe rss/ xml/ rdf feeds auf der eigene HP dar? News Is Free bietet jede Menge interessante feeds an. Muss man den Umweg über einen Newsreader wie Amphetadesk o.ä. gehen, dessen Inhalt dann auf der eigenen Seite ausgelesen wird? Gibt es einfache(re) Lösungen?
Hendrik, wenn man Derrida und seine poststrukturalistischen Anti-Konstrukteure nicht zu greifen bekommt, hilft einem dies auch weiter. Die Zeit zitiert auch nur, ohne wirklich erklären zu können. Über den verlorenen Mut zur politischen Fantasie: "[...] Während Derrida selbst inständig an der "unmöglichen" Gerechtigkeit festhält, haben viele seiner postmodernen Gefolgsleute sich der normativen Forderung nach Gerechtigkeit gleich ganz erledigt." Weiter hier.
jonet - Das Journalistennetz. Hat sich früher, warum auch immer, nicht dauerhaft bei mir verankert. ↓ 5.12.02 10:08 memo (0)↓ 4.12.02 22:23 memo (1)
Frau S. arbeitet in der Bibliothek. Und sie weiß schwer Bescheid.
Sie bestellen (per Formular oder per Liste). Weiteres bibliotheksinternes Verfahren: Ich schaue, ob o.k. und ob Geld da, gebe weiter an Bucherwerbungsabteilung bzw Zeitschriftenerwerbung. Erwerbungsabteilung nimmt den Reservierungswunsch und die angegebene Benutzernr mit in ihre Bestellung auf. Bei Eintreffen des Objekts wird es "akzessioniert", bezahlt, mir gebracht, ich entscheide, wo es denn ins Regal kommen sollte ("Sachkatalogisierung"), die Katalogabteilung macht den Katalogeintrag (nach BRD-Regelwerk "RAK", sehr dick und kompliziert). Anschliessend wird das Objekt mit einigen Etiketten beklebt und an die Ausleihabteilung gebracht.) Die setzt fuer Ihre Benutzernr eine Vormerkung und schreibt Ihnen eine Mail (sofern Sie bei Bestellung Ihres Benutzerausweises eine angegeben haben), oder einen Papierbrief (unbeliebt). Sie merken, dass das ein sehr arbeitsteiliges und daher Da Sie jetzt sehr viel bestellen, folgende itten/Tipps:
Und da tut sich noch mehr auf: Die Betriebskantine und die Kulturnation. ↓ 2.12.02 20:08 memo (3)
Nachträgliches Hallo an Serner. |